Erfahrungen nach der ersten Woche

Trotz Streit um Maskenpflicht: Schulleiter im Kreis bewerten Wechselunterricht positiv

Maskenpflicht am Platz: Mit dem Beginn des Wechselunterrichts am Montag müssen auch schon Kinder ab der 1. Klasse, hier ein Teil der Erstklässler der Grundschule Hohes Lohr in Haina, eine Maske an ihrem Platz im Klassenraum tragen. Die Schulleitung erlaubt in Haina auch Stoffmasken.
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Maskenpflicht am Platz: Mit dem Beginn des Wechselunterrichts am Montag müssen auch schon Kinder ab der 1. Klasse, hier ein Teil der Erstklässler der Grundschule Hohes Lohr in Haina, eine Maske an ihrem Platz im Klassenraum tragen. Die Schulleitung erlaubt in Haina auch Stoffmasken.

Trotz geteilter Meinung über die Maskenpflicht auch für die Kinder der 1. bis 6. Klasse: Schulleiter im Frankenberger Land ziehen nach der ersten Woche coronabedingten Wechselunterrichts für diese Klassen eine positive Bilanz.

Frankenberger Land – Ob Grundschule oder weiterführende Schule – eine Rückmeldung nach der ersten Woche Wechselunterricht für Kinder der 1. bis 6. Klassen ist bei Verantwortlichen aller Schulformen gleich: Sowohl Lehrer als auch Schüler freuten sich, sich nach Wochen des corona-bedingten Homeschoolings wiederzusehen und gemeinsam an der Schule lernen zu können.

Seit Montag sind die Klassen 1 bis 6 in der Regel jeweils in zwei Gruppen je Klasse geteilt, die im täglichen oder wöchentlichen Wechsel im Präsenz- oder Distanzunterricht sind. „Die Kinder sind heilfroh, dass sie wieder hier sind und dass das Elend vorbei ist“, sagt Claus-Hartwig Otto, der Leiter des Frankenberger Gymnasiums Edertalschule.

Die Leiterin der Grundschule Haina, Stephanie Schmidt, stellt fest, dass trotz sechs Wochen Distanzunterrichts die Lerndefizite der Grundschüler relativ gering seien. Die größte Herausforderung stelle das Homeschooling für die Erstklässler dar. Schmidt: „Hier müssen wir uns alle anstrengen, damit kein Kind die erste Klasse wiederholen muss.“

Alexander Blahnik von der Gesamtschule Battenberg weist auf die im Corona-Lockdown nötige Vielzahl von Unterrichts- und Betreuungsformen an den Schulen hin. „Die derzeitige Situation ist eine logistische und pädagogische Mammutaufgabe für alle Beteiligten Schulleitung, Kollegen, Schüler und Eltern“, sagt er.

Diskussionen, wenn nicht sogar Streit, gibt es an manchen Schulen um die Anordnung des Kultusministeriums, dass auch Kinder der Klassen 1 bis 6 nun Masken am Platz während des Unterrichts tragen sollen. Manche Eltern fordern dies massiv ein, andere sind strikt dagegen, befürchten Schaden für ihr Kind. Das hat zum Beispiel an der Edertalschule dazu geführt, dass Eltern aus einer Klasse ihre Kinder am Montag zuhause ließen, weil ein Kind der Klasse im Unterricht dank eines Attests keine Maske tragen muss.

Ein viel diskutiertes Thema sind auch Lüftungsfilter für die Klassenzimmer. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert den Landkreis auf, alle Klassenräume damit auszustatten. Dass nun früher als geplant Grundschullehrer und Kita-Erzieherinnen geimpft werden, begrüßt die GEW.

„Bessere Bildungschancen und das Absetzen aller Prüfungen“ forderten am Freitag Schülervertreter bei einer Kundgebung in Frankenberg.

Von Jörg Paulus Und Martina Biedenbach

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