Stadt gewinnt Preis bei Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“

Lese- und Kulturaktionen in Frankenberger Innenstadt geplant

Wettbewerb „Ab in die Mitte“: Über die Landesauszeichnung freuen sich (von links) Jan Kanitz (Stadtbücherei), Inge Jakobi (Buchhandlung Jakobi), Bürgermeister Rüdiger Heß, Jörg Näther und Evelin Jacobs (beide Stadtverwaltung).
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Wettbewerb „Ab in die Mitte“: Über die Landesauszeichnung freuen sich (von links) Jan Kanitz (Stadtbücherei), Inge Jakobi (Buchhandlung Jakobi), Bürgermeister Rüdiger Heß, Jörg Näther und Evelin Jacobs (beide Stadtverwaltung).

In Frankenberg geht es wieder „Ab in die Mitte“. Bei dem Landeswettbewerb – diesmal unter dem Motto „Für Momente, die zählen“ – wurde die Stadt vom Land Hessen mit einem Preisgeld in Höhe von 8000 Euro ausgezeichnet. Das Geld fließt in Lese- und Kulturaktionen in der Innenstadt.

Frankenberg – Mit diesem Geld sollen vor allem zwei Aktionen finanziert werden: Erstens sollen vorhandene Parkbänke als Lese-Ecken genutzt werden, zweitens soll mit neuen „Kultur-Cubes“ auf die Angebote der Innenstadt aufmerksam gemacht werden – mit den 2,50 Meter großen Cubes (Würfeln) soll der Fokus beispielsweise auf lokale Erlebnis- und Verweilorte aufmerksam gemacht werden. Es handelt sich dabei um würfelförmige, robuste Metallgerüste, die im Freien zum Beispiel mit Planen bespannt oder als dreidimensionale Ausstellungsflächen genutzt werden können.

In den vergangenen Jahren hatte sich die Stadt Frankenberg schon mehrfach an dem Wettbewerb „Ab in die Mitte“ beteiligt und war auch schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

„Mit originellen Angeboten in der Innenstadt sollen die Bürger und Kunden auf die Parkbank geholt werden. Das verdient eine Auszeichnung“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden bei der digitalen Bekanntgabe der Gewinner 2021. Dabei fand der stellvertretende Ministerpräsident viele positive Worte für die Philipp-Soldan-Stadt: „Frankenberg lohnt sich immer, eine schöne Stadt mit viel Fachwerk“, sagte Al-Wazir.

Auf das Fördergeld des Landes setzte die Firma Rinn Beton- und Natursteine einen obendrauf: Das Unternehmen mit Sitz in Heuchelheim bei Gießen spendete eine Betonbank, Modell Blütenblatt, als Sonderpreis. „Wenn es in Frankenberg schon um Parkbänke und Sitzgelegenheiten geht, ist die Stadt der ideale Ort dafür“, hieß es bei der Bekanntgabe der Preisträger.

Der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß dankte allen Akteuren, die dem Wettbewerb für die Stadt ihren Stempel aufgedrückt hatten – neben Evelin Jacobs und Jörg Näther von der Stadtverwaltung auch der Frankenberger Buchhändlerin Inge Jakobi und Jan Kanitz von der Stadtbücherei. „Unter den geltenden Hygienebedingungen werden wir die Bevölkerung einladen, mitzumachen. Die Aktionen werden dazu beitragen, die Innenstadt zu beleben. Die Früchte müssen wir jetzt wachsen lassen“, sagte Heß.

Für das „Lese-Projekt“ mit der Stadtbücherei und der Buchhandlung Jakobi will die Stadt unter anderem Leseabende und eine Lesestraße schaffen. Ein Plan passend zum heutigen internationalen Welttag des Buches.

„Wir wollen, dass alle Bänke vom Ederufer über die Fußgängerzone bis zum Obermarkt für einen Tag im Monat als Lese- und Vorleseorte dienen“, erklärte Evelin Jacobs. „Dabei sollen Familien aus ihren Büchern vorlesen.“

Einen Extra-Leseabend in der Fußgängerzone mit der Krimi-Schriftstellerin Heike Ullrich aus Bad Arolsen solle es zudem im September geben, die Stadtbücherei werde zudem eine „individuelle Bücherausleihe“ in der Fußgängerzone veranstalten. „Damit wollen wir die Stadt und auch die Fußgängerzone beleben“, sagte Inge Jakobi.

Die genauen Termine für die Leseabende, aber auch für Kunst-, Kultur- und Fotoausstellungen auf den Kultur-Cubes, sollen in den nächsten Tagen festgelegt werden, berichtete Evelin Jacobs. Dabei werden unter anderem Motive aus den „Trachtwerk“-Modenschauen 2019 in Frankenberg zu sehen sein.

Bei dem Landeswettbewerb „Ab in die Mitte! Die Innenstadt-Offensive Hessen“ gab es 17 Landessieger. Neben Frankenberg machte auch eine Initiative aus Bad Wildungen das Rennen. Der Verein zur Förderung der Altstadt von Bad Wildungen erhielt für das Projekt „Per Pedes – Stadt zu Fuß“ 8500 Euro. Hierbei geht es um eine Maßnahme zur Verbesserung und Stärkung der Fußwegeverbindungen, die an die Projekte im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ anknüpft. Es geht um Mobilität und Aufenthaltsqualität. Dazu gehört etwa eine Street-Art-Aktion: Untergrund für die Kunstwerke sind Treppen im öffentlichen Raum, dazu kommt ein Rahmenprogramm mit zum Beispiel Treppenmal-Aktionen und Parcours-Workshops.  

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