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Einzelvorhaben der Dorfentwicklung Frankenbergs wurden beim IKEK-Forum vorgestellt

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Von: Susanna Battefeld

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Beispiel Dorfgemeinschaftshaus Viermünden: Auf der Wunschliste steht unter anderem die Modernisierung der Toiletten. Das DGH in Viermünden ist laut Statistik der Stadt Frankenberg, das am häufigsten gebuchte innerhalb der Stadtteile, teilte Bauamtsleiter Karsten Dittmar mit.
Beispiel Dorfgemeinschaftshaus Viermünden: Auf der Wunschliste steht unter anderem die Modernisierung der Toiletten. Das DGH in Viermünden ist laut Statistik der Stadt Frankenberg, das am häufigsten gebuchte innerhalb der Stadtteile, teilte Bauamtsleiter Karsten Dittmar mit. © Susanna Battefeld

Beim IKEK-Forum für das Dorfentwicklungsprogramm der Stadt Frankenberg wurden jetzt einige der geplanten öffentlichen Einzelprojekte vorgestellt.

Röddenau – Die gesamtstädtische Dorfentwicklung Frankenbergs schreitet voran: Im dritten öffentlichen Forum zum Dorfentwicklungsprogramm (DE) hat Bauamtsleiter Karsten Dittmar jetzt einen Überblick über die in der Vergangenheit erarbeiteten 60 Einzelprojekte gegeben. Aus diesen wird am Ende das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) erstellt.

Es handele sich dabei um die Liste geplanter öffentlicher Vorhaben, die von der Steuerungsgruppe favorisiert worden seien und dann am 10. November zur Beratung den Stadtverordneten vorgelegt werden, kündigte Dittmar vor rund 50 Teilnehmern an. Der Bauamtsleiter war kurzfristig als Referent für den erkrankten Dr. Jürgen Schewe vom Planungsbüro Arbeitsgruppe Stadt eingesprungen.

Inzwischen seien alle Projekte gesichtet und geprüft worden und es sei eine Prioritätsliste erstellt worden. „Wir müssen jetzt für jedes Projekt einen Kostenplan entwickeln“, sagte Dittmar. Nach der Beratung und Abstimmung durch das Parlament, bewerbe sich die Stadt mit der Vorhabenliste bei der WI-Bank. „70 Prozent der Nettokosten werden gefördert“, teilte Dittmar mit. Insgesamt stünden nach den derzeitigen Bestimmungen 1,5 Millionen Euro für die Projekte zur Verfügung.

Wie berichtet, wurden fünf Themenfelder erarbeitet, denen die Projekte zugeordnet werden. Als übergeordnetes Leitmotto habe man sich auf den Slogan „Stadt mit reicher Geschichte und lebenswerter Zukunft“ geeinigt, teilte der Bauamtsleiter mit.

Der Zeitplan sehe vor, dass die Stadtverordneten das IKEK Ende Januar beschließen, sagte Dittmar. „Danach können auch Förderanträge für private Vorhaben gestellt werden.“ Im Februar sei eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant. Vermutlich könnten am Ende nicht alle der skizzierten Vorhaben über die Dorfentwicklung umgesetzt werden, sagte Dittmar, verwies aber in dem Zusammenhang auch auf alternative Fördermöglichkeiten wie Leader.

Ausgenommen aus der DE-Finanzierung seien zum Beispiel grundsätzlich Grillplätze sowie das gesamte Friedhofs- und Feuerwehrwesen.

„Wir hatten einen straffen Zeitplan, den wir aber gut eingehalten haben“, resümierte Karsten Dittmar, der – wie auch Eric Lange vom Planungsbüro Arbeitsgruppe Stadt – allen Mitwirkenden für ihr „großartiges Engagement“ dankte.

Von der Bürger App bis zur Umgestaltung

Im Folgenden einige der öffentlichen Einzelprojekte, die über die Dorferneuerung umgesetzt werden sollen:

Planungskosten

Förderungsfähig sind auch Planungskosten und Dienstleistungen, teilte Bauamtsleiter Karsten Dittmar mit. Dazu zählt auch eine städtebauliche Beratung oder Machbarkeitsstudien zu innerörtlichen „Problembereichen“, wie die Leerstände oder verfallende Gebäude in Willersdorf, Viermünden und Hommershausen. Auch gesamtkommunale Projekte wie ein Detailkonzept für den Frankenberger Rad- und Wanderweg oder eine Bürger-App fallen darunter.

Gemeinschaftshäuser

Röddenau: Gewünscht wird energetische Instandsetzung, Verbesserung der technischen Ausstattung und räumlichen Aufteilung, Funktionserhalt des Jugendraums.

Rengershausen: Umgestaltung des Haus des Gastes zu einem Mehrgenerationenhaus. (Ort der Begegnung für Jung und Alt).

Geismar: Modernisierung des Innenbereichs und des Gaststättenbereichs, Anbau einer Terrassenüberdachung.

Viermünden: Modernisierung der Toiletten und Funktionsverbesserungen im Saal.

Willersdorf: Barrierefreiheit und Funktionsverbesserung wie Ausstattung mit Technik für Vorträge und Seminare.

Dörnholzhausen: Neugestaltung des Außenbereichs. Verlegung des Spielplatzes und Steigerung der Attraktivität durch zeitgemäße Spielgeräte. Naschhecken, Insektenhotel.

Öffentliche Plätze

Röddenau: Umgestaltung und Verlagerung der Litze im Bereich Muschelweg. Verlegung des Spielplatzes vor das R11. Auf dem Spielplatz soll Soccerplatz oder Multifunktionsfeld entstehen.

Geismar: Schaffung einer Toilettenanlage am Kirch- und Kulturplatz, Abstellraum unterhalb der Gemeinderäume.

Schreufa: Neugestaltung des Glockenplatzes unterhalb des Wettermuseums, Umnutzung der alten Schulscheune.

Haubern: Umgestaltung des Kräutergartens und der Kräutergartenscheune als Begegnungsstätte. Neugestaltung des Teichgeländes.

Friedrichshausen: Gestaltung eines Dorftreffpunkts am Bushäuschen, „Milchbank 2.0“, W-LAN Hotspot.

Willersdorf: Aufwertung des Spielplatzes Am kalten Wasser. Touristische Aufwertung des Bachs. Begegnungsfläche mit Ruheplätzen sowie Fitnessgeräten.

Wangershausen: Aufwertung des Spielplatzes, Aufstellung des Baumhauses.

Rengershausen: Erneuerung des Dachs am Schwimmbad, Umrüstung der Heizanlage.

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