Serie Endlich Frühling

Mit Fahrrad von Frankenberg nach Herzhausen

Zum Träumen 1A: Dieses Straßenschild weist in Herzhausen den Weg zum Campingplatz Teichmann. Links oben das Nationalparkzentrum.
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Zum Träumen 1A: Dieses Straßenschild weist in Herzhausen den Weg zum Campingplatz Teichmann. Links oben das Nationalparkzentrum.

In unserer Frühlingsserie „Endlich Frühling“ berichten wir täglich über Frühlingsgefühle und Frühlingsboten, über Tipps und Trends in der schönsten Jahreszeit. Heute geht es um eine Fahrradtour.

Frankenberg – Raus in die Natur: Das haben wir uns nach diesem langen, kalten Corona-Winter wohl alle gewünscht. Wir starten in den Frühling mit einer E-Bike-Tour von Frankenberg nach Herzhausen am Edersee und zurück. Die Strecke ist insgesamt etwa 40 Kilometer lang. Wir haben es gemütlich angehen lassen und mit einer Rast und zahlreichen Fotopausen etwa vier Stunden gebraucht.

Los geht es auf der Wehrweide in Frankenberg. Dort kann man das Auto parken und auf die Fahrräder umsteigen. Der Radweg ist ausgeschildert.

Futterhof heißt die Schrebergarten-Siedlung, durch die wir in nördlicher Richtung radeln. Der Weg ist mit R6/E beschildert. Nach wenigen Minuten erreichen wir das Naturschutzgebiet „Auf dem Tiergarten“. An einem Teich kann man eine Vielzahl von Wasservögeln beobachten. Schöne Idee: der Starenblick. In einer rostigen Eisenplatte erkennt man die Silhouette eines Stares und im richtigen Winkel den Aussichtspunkt des Naturschutzbundes NABU dahinter.

Weiter geht es an der Tankstelle „Alte Hütte“ und den Tennisplätzen vorbei zur Kläranlage. Von dort führt ein etwa 2,5 Kilometer langer Radweg, parallel zur Bundesstraße 252, zum Frankenberger Stadtteil Viermünden. Dort biegen wir links ab und fahren in den Ort hinein. Kurz hinter der Bushaltestelle Mitte geht es, scharf rechts, den „Neuen Weg“ hinauf. An der vor sich hin gammelnden Ruine des Hotels Prinzenhof vorbei radeln wir bergauf – hinein in den Wald.

Der Untergrund verändert sich: Verlief die Strecke zuvor über glatten Asphalt, so ist jetzt Schotter angesagt – für unsere Mountainbikes ist das kein Problem. Für schmale Rennrad-Felgen vielleicht schon. Rechts verläuft die vor einigen Jahren reaktivierte Bahnstrecke Korbach-Frankenberg, rechts plätschert auch die Eder.

Vorbei an grünen Wiesen und knospenden Bäumen und Sträuchern, geht es in Richtung Ederbringhausen. Hoch oben grüßt Burg Hessenstein.

Interessante Ederbrücke: Bei Kirchlotheim führt die Strecke über dieses eindrucksvolle Bauwerk.

An Schutzgebieten vorbei über eine eindrucksvolle Brücke

Ohrenbetäubender Lärm empfängt uns am Bahnhof Ederbringhausen. Dort reinigen, sieben und stopfen Maschinen der Firma Spitzke den Schotter der Bahnstrecke. Der Termindruck muss so groß sein, dass die Männer in ihren orangen Arbeitsanzügen auch am Sonntag arbeiten müssen. Wir verlassen den staubigen Bahnhof, an gepflegten Gärten und Wohnhäusern vorbei, ein Stück durch den Ort, dann geht es wieder links ab in den Wald. Kurz vor Schmittlotheim wird es nochmal steil, wir müssen einige Gänge herunterschalten. In einem Wasserschutzgebiet geht es bergab – durch einen in Stein gefassten Bachlauf, aber auch das ist kein Problem. „Radfahrer absteigen“, warnt ein Schild – man sollte sich besser daran halten.

Am Bio-Bauernhof der Familie Krähling vorbei kommen wir schließlich nach Kirchlotheim und radeln über eine eindrucksvolle Ederbrücke, die man von der Bundesstraße aus fast gar nicht sieht.

Freundlicher Pächter: Göral Tunch serviert Brat- und Currywurst in der Grillstation Herzhausen am Edersee.

Und dann ist es gar nicht mehr weit bis zu unserem Etappenziel Herzhausen mit dem Campingplatz Teichmann und dem Nationalparkhaus. An der Grillstation von Göral Tunch gönnen wir uns eine Bratwurst und ein alkoholfreies Bier, ehe wir die Rückfahrt antreten.

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