Mit Fantasy Lockdown besiegt

Frankenberger Burgwaldschülerin Miriam Freitag (13) veröffentlichte ihr erstes Kinderbuch

Geheimnisvolles, dunkelblaues Meer: Auch den Buchtitel für ihr erstes Kinderbuch „Liliths magisches Abenteuer“, den sie hier präsentiert, hat die 13-jährige Miriam Freitag selbst entworfen. Seit frühester Jugend hat die Burgwaldschülerin ein großes Faible fürs Bücherlesen.
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Geheimnisvolles, dunkelblaues Meer: Auch den Buchtitel für ihr erstes Kinderbuch „Liliths magisches Abenteuer“, den sie hier präsentiert, hat die 13-jährige Miriam Freitag selbst entworfen. Seit frühester Jugend hat die Burgwaldschülerin ein großes Faible fürs Bücherlesen.

Schulvormittage zu Hause während des Corona-Lockdowns konnten ganz schön nervig sein. Miriam Freitag, Schülerin der Frankenberger Burgwaldschule, war jedenfalls im einsamen Home-Schooling mit ihren Aufgaben meistens ganz schnell fertig. Und was dann? Dann hat sie einfach ein Kinderbuch geschrieben, jeden Tag ein paar Seiten, drei Monate lang.

Frankenberg – Jetzt ist es vollendet, von einem Verlag gelayoutet und im Buchhandel erschienen. Der Titel: „Liliths magisches Abenteuer“.

Wenn ihre Mutter Beate Freitag während der Corona-Monate im vergangenen Jahr mittags von der Arbeit im Alten Handelsweg 4 nach Hause kam, war ihre erste Frage meistens: „Na, sitzt du schon wieder an deinem Buch?“ Ihre Tochter hatte offenbar im kreativen Schreiben das Hobby ihres Lebens gefunden. Und zwar ganz zielstrebig und mit langem Atem: Zu Weihnachten 2020 hatte sie sich einen professionellen Schreib-Grundkurs im Internet bei dem Schriftsteller und Jugendbuch-Preisträger Rainer Wekwerth schenken lassen.

„Da habe ich zuerst die Hauptfigur ausgearbeitet, dann das Konzept für die ganze Geschichte geplant und den Prolog geschrieben“, erzählt die heute 13-Jährige. Sie ist von klein auf von ihrer Mutter mit Vorlesen, mit Bilderbüchern, als Schulkind später eigener Leidenschaft fürs Lesen aufgewachsen.

Miriam liebt den Deutschunterricht, die Fremdsprachen Englisch und Französisch, den bilingualen Unterricht an der Burgwaldschule in Geschichte, Erdkunde und Politik/Wirtschaft. Sie hat alle „Conni“-Kinderbücher verschlungen und interessiert sich jetzt besonders für das neue Jugendliteratur-Genre „Romantasy“, entstanden aus „Romantic Fantasy“.

Mit Fantasy, dem fließenden Übergang von realer in Traumwelt, lässt sich wohl auch am ehesten ihr eigener 126-seitiger Roman beschreiben. Er handelt von dem Mädchen Lilith, dessen Geheimnis nur ihre Schwester Josephine kennt: Es kann sich in eine Meerjungfrau verwandeln und besteht später Abenteuer bei der Suche nach einer magischen Kette im Meer. Dabei gelingt es Miriam Freitag zwischen lebendigen Dialogen erzählerisch besonders gut, ihr Erleben von Landschaft und Natur mit allen Sinnen zu schildern, vor allem die geheimnisvolle, dunkelblaue Unterwasserwelt, in der Delphine dem Menschen ganz nahekommen, gefährlich und schützend zugleich.

Die erst 13-jährige Autorin erweist sich in ihrem Buch als sprachbegabt, wobei sie selbst ganz bescheiden und selbstkritisch anmerkt, was man beim Schreiben künftig noch alles verbessern könnte. „Ich habe auch schon Ideen, suche aber noch die Zeit dafür. Wir schreiben derzeit viele Arbeiten“, sagt Miriam, die die Klasse 8a der Burgwaldschule besucht. In Planung hat sie jedenfalls schon ihr nächstes Werk. Allerdings gern ohne einen neuen nervigen Lockdown.

Service: Das Fantasy-Buch von Miriam Freitag „Liliths magisches Abenteuer“ ist im tredition-Verlag Hamburg erschienen und im Buchhandel erhältlich. Es kostet als Hardcover 17,99 Euro (ISBN 978-3-347-38528-3), als Taschenbuch 10,50 Euro (ISBN 978-3-347-38527-6) und als eBook 2,99 Euro (ISBN 978-3-347-38529-0).

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