Monika Snethlage arbeitet als Missionarin in Tansania

Kreuz vom Stamm der Masai: Monika Snethlage aus Pfieffe arbeitet seit 28 Jahren als Missionarin in Tansania. Nur alle drei Jahre kommt sie nach Deutschland zu ihrer Familie. Im Hintergrund ein Tuch, das sie aus dem ostafrikanischen Land mitgebracht hat. Foto: Feser

Friedrichshausen/Pfieffe. Die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde im Frankenberger Stadtteil Friedrichshausen unterstützt Monika Snethlage finanziell bei ihrer Arbeit als Missionarin in Tansania.

Eigentlich wollte sie in der Lebensmittelüberwachung arbeiten, das war der Plan im Studium. Jetzt ist Monika Snethlage aus Pfieffe bei Spangenberg (Schwalm-Eder) Missionarin in Tansania, und das seit mittlerweile 28 Jahren. Und genauso lange schon wird sie von der ev. Freikirchlichen Gemeinde Friedrichshausen finanziell unterstützt.

Nach Hause, zu ihrer Familie auf dem Klaushof in Pfieffe, kommt die kinderlose Monika Snethlage nur alle drei Jahre. Aber die meiste Zeit ihrer Deutschlandbesuche nutzt die 59-Jährige für Besuche bei der Freien Evangelischen Gemeinde und bei Freunden, die ihre Arbeit finanzieren. Sie hält Vorträge, besucht Seminare und Schulungen. „Ich bin überall Gast.“

Früher habe sie gesagt, dass sie „von zuhause nach zuhause fährt“, wenn sie mal wieder in Deutschland war. Das empfindet Monika Snethlage heute nicht mehr so, sie fühlt sich nirgendwo zuhause. Natürlich spricht sie fließend Suaheli. Ihre Träume sind meistens auf Deutsch, manche auf Englisch, manche auf Suaheli.

Das Forum Wiedenest, ein christliches, gemeinnütziges Bildungs- und Veranstaltungszentrum in Bergneustadt-Wiedenest (bei Köln), schickt Missionare in alle Welt, um etwa medizinisch, in der Jugendarbeit und beim Aufbau und der Unterstützung christlicher Gemeinden zu helfen. Eine dieser Missionare ist Monika Snethlage. Die 59-Jährige wird von Anfang an, seit 1987, finanziell durch die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde im Frankenberger Stadtteil Friedrichshausen unterstützt.

„Wir haben ein Interesse daran, dass auch andere Menschen von Gottes Wort hören“, sagt Ulrich Garthe, der in Friedrichshausen in der Gemeindeleitung tätig ist. Der Kontakt zu Monika Snethlage war über das Missionshaus in Wiedenest zustande gekommen.

Etwa 1800 Euro im Monat zahlt die Freikirchliche Gemeinde Friedrichshausen an Monika Snethlage, vor allem für Renten-, Sozial- und Krankenversicherung. Auch ein Taschengeld, etwa 300 Euro im Monat, bekommt die Missionarin. „Wir bezahlen etwa 90 Prozent ihrer Kosten“, sagt Garthe. Das Geld kommt von den 45 Gemeindemitgliedern und von Einzelspendern. „Manche überweisen es regelmäßig, anderen werfen es in eine Spendenbox in unserem Gemeindehaus.“

Wenn Monika Snethlage, so wie jetzt, in Deutschland ist, kommt sie auch in „ihre“ Gemeinde nach Friedrichshausen. „Wir halten Kontakt, schreiben E-Mails nach Tansania“, sagt Ulrich Garthe. Er und seine Frau waren vor sechs Jahren auch mal selbst dort, um sich über die Arbeit der Missionarin, das Land und die Menschen zu informieren.

Die Gemeinde in Friedrichshausen gibt es seit etwa 120 Jahren, erzählt Garthe. Die 45 Gemeindemitglieder kommen aus Friedrichshausen und Umgebung und treffen sich sonntags im eigenen Gemeindehaus zum Gottesdienst. „Wir haben keinen Pastor, wir leiten die Gemeinde mit einem Leitungskreis“, sagt Garthe.

Über Monika Snethlages Aufgaben in Tansania lesen Sie in der Printausgabe der Frankenberger HNA von Donnerstag.

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