"Mordsmäßig schmalzig": Neues Krimi-Buch spielt in Frankenberg

Autor Gert Anhalt

Frankenberg. Mord im Frankenberger Land! Gert Anhalt, der in Bad Wildungen geboren wurde, als Kind in Haubern gewohnt hat und heute Reporter beim ZDF ist, hat sich die Geschichte ausgedacht.

„Mordsmäßig schmalzig“ heißt das Buch, das am 4. Dezember bei einer Lesung im Sitzungssaal des Frankenberger Rathauses von dem 51-Jährigen selbst vorgestellt wird. Als Weltpremiere quasi.

Gert Anhalt hat bis zu seinem sechsten Lebensjahr in Haubern gelebt, ehe er mit seiner Familie nach Marburg zog, wo noch heute seine Mutter lebt. „Die Sommerferien habe ich immer in Dainrode bei meiner Großmutter verbracht. Meine Tante wohnt noch in Haubern, mein Petter in Frankenberg“, erzählte er der HNA gestern am Telefon über seine Verbindungen in die alte Heimat, die nun Schauplatz seines neuen Romans ist. „Der Schauplatz ist ganz wichtig für so eine Geschichte.“

Die Hauptfigur, Ermittler Thomas Caspari, wird aus dem Rhein-Main-Gebiet in die „nordhessische Einöde“ versetzt, wie bei Amazon über das Buch zu lesen ist. „Das ist auf den ersten Blick natürlich ein Kulturschock für ihn“, sagt Anhalt, der in dem Buch mit den Klischees der Provinz spielt, sie aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt rückt. „Die Region eignet sich sehr als Schauplatz. Die zauberhafte Natur hat mich als Kind geprägt.“

Anhalt war für das ZDF zehn Jahre lang Korrespondent in Japan und China und hat in dieser Zeit schon Krimis wie „Tote mögen keine Sushi“ geschrieben. „Das Exotischste, was mir hier eingefallen ist, war Nordhessen“, sagt er über sein neues Buch. Der Mann hat Humor. Auch sein Buch solle den Lesern Spaß machen, sagt er.

Die Ankündigung auf Amazon klingt schon mal unterhaltsam: „Der ehemalige Schlagersänger und Mädchenschwarm a.D. Henny Winkler, in vergangenen Epochen Dauergast in der Hitparade, wird tot in seiner Villa aufgefunden. Erstickt ausgerechnet mit Schweineschmalz.“

In dem Buch werden Orte aus dem Frankenberger Land beim Namen genannt. „Die Geschichte spielt zwischen Frankenberg, Korbach und Löhlbach. Der Lokalkolorit ist gewahrt“, sagt Anhalt. Einzelne Schauplätze habe er sich aber ausgedacht, etwa einen Fitnessclub in Bottendorf oder eine Rockerkneipe.

„Das Buch ist Fiktion, es soll unterhalten. Ich will aber auch zeigen, dass man sich in Nordhessen wohlfühlen kann.“ Reale Personen würden sich allerdings nicht wiederfinden in seinem Mordfall. Die Dainröder Landfrauen kämen aber zum Beispiel vor. „Aber nicht als Täter.“

Von Jörg Paulus

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