Bis Oktober warten

NABU: Geduld beim Heckenschnitt aus Rücksicht auf Vogelbrut

Waldeck-Frankenberg. Der Naturschutzbund (NABU) Waldeck-Frankenberg hat jetzt an alle Gartenbesitzer appelliert, möglichst noch nicht in der Haupt-Brutzeit der Vögel von März bis Juli Pflegeschnitte für Hecken und Bäume durchzuführen.

„Wir bitten dafür noch um etwas Geduld“, heißt es in einem Aufruf. Hecken und Bäume sind geschützte Lebensräume für viele Tiere. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Bäume außerhalb des Waldes oder von gärtnerisch genutzten Flächen sowie Hecken, Gebüsche oder andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Zulässig sind nur schonende Form- und Pflegeschnitte.

Da der Gesetzgeber mit „gärtnerisch genutzten Flächen“‘ auch private Haus- und Kleingärten meint, findet das Verbot für Bäume und Hecken dort keine Anwendung, erläutert der Naturschutzbund.

Für Straßenbäume, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze auf öffentlichen Flächen dagegen gelten die Verbote des Paragrafen 39 Bundesnaturschutzgesetz uneingeschränkt. Ferner sind die artenschutzrechtlichen Vorschriften zu beachten. Danach dürfen keine Nester von Vögeln zerstört werden.

Was die Naturschützer zur so genannten zweiten Brut und zu gefährlichen Beutegreifern sagen, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Rubriklistenbild: © dpa

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