Nach der Magen-Operation purzelten die Pfunde

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Viel abgenommen: Udo Schäfer hat seit seiner Magenband-Operation 32 Kilo abgenommen. Bei Rebecca Kaiser sind es sogar 42 Kilo weniger. Beide gehören der Adipositas-Selbsthilfegruppe Frankenberg an.

Frankenberg. Zwei Patienten berichten über ihre Erfahrung mit Magenband und Magenbypass. Sie haben 32 beziehungsweise 42 Kilo abgenommen.

Erst im April hat sich Udo Schäfer aus Sachsenberg ein Magenband setzen lassen - doch schon jetzt hat sich die Lebensqualität des zuvor krankhaft Übergewichtigen enorm verbessert: „Ich könnte Bäume ausreißen. Vorher waren es höchstens Grashalme“, sagt der 58-Jährige. „Insgesamt habe ich bis jetzt 32 Kilo abgenommen“, berichtet er stolz.

Der Leiter der Adipositas- Selbsthilfegruppe Frankenberg war einer der ersten Betroffenen aus der Gruppe, der sich am Kreiskrankenhaus Frankenberg für eine Adipositas-Operation entschieden hat. Das Band um seinen Magen verhindert, dass er zu viel Nahrung aufnehmen kann. „Ich fühle mich sehr gut und würde es jederzeit wieder tun“, betont Udo Schäfer.

„Es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, lautet auch das Fazit von Rebecca Kaiser aus Bromskirchen, der vor wenigen Wochen ein Magenbypass gelegt wurde. Bei einer solchen Operation werden neben dem Magen auch Teile des Darms verkürzt. ,Die Leiterin der Adipositas-Selbsthilfegruppe hat sogar 42 Kilo seit der Operation abgenommen und freut sich, dass sie ihrer großen Leidenschaft, dem Reiten, wieder nachkommen kann.

Allerdings warnt die 38-Jährige vor zu viel Euphorie: „Es ist ein tiefer Einschnitt im Leben“, betont sie. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass ein „Stückchen Genuss“ aus dem Leben verbannt werde. „Es wird schließlich nur der Magen operiert - im Kopf bleibt es komplett gleich und damit bleiben auch Gelüste auf bestimmte Lebensmittel“.

Sowohl Udo Schäger als auch Rebecca Kaiser sind Patienten von Chefarzt Dr. Alfred Cassebaum und seinem Team, das seit Frühjahr am Kreiskrankenhaus Adipositas-Chirurgie auf Basis eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes anbietet. Wie berichtet, gehören dazu nicht nur Operationen, sondern auch eine umfangreiche Beratung. (bs)

Mit welchen Problemen Udo Schäfer und Rebecca Kaise vor ihrer Operation zu kämpfen hatten und was sich seit dem Eingriff verändert hat, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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