Netzwerk bietet Sprachunterricht für Flüchtlinge, braucht aber Unterstützung

Sprachkenntnisse als Voraussetzung von Integration: Auch die Flüchtlinge in Frankenberg müssen wichtige deutsche Begriffe erst lernen. Das Netzwerk Integration will dabei helfen. Symbolfoto:  dpa

Frankenberg. Die Flüchtlinge, die in der Gemeinschaftsunterkunft am Kegelberg in Frankenberg untergebracht sind, sollen vier Stunden Deutschunterricht pro Woche erhalten.

Das ist das Ziel des Netzwerks Integration, das sich um die Eingliederung der Ausländer kümmert.

Zusätzlich ist ein Deutsch-Intensivkurs für Bewohner mit Englischkenntnissen geplant. Hierzu werden noch Lehrkräfte mit und ohne pädagogische Ausbildung für ein ehrenamtliches Engagement gesucht. Und die Gruppe braucht Geld für die Anschaffung der Unterrichtsmaterialien.

In einer Pressemitteilung bedankt sich Bürgermeister Rüdiger Heß bei den Ehrenamtlichen, die sich in dem Netzwerk für die Integration der Flüchtlinge in Frankenberg einsetzen. „Gerade die Arbeitsgruppen-Sprecher fahren einen hohen persönlichen Einsatz“, stellt Heß fest, und er wirbt dafür, das Netzwerk zu unterstützen.

Besonderer Dank gelte der Familie Ahlborn, die die Unterkunft im ehemaligen EAM-Gebäude und die Flüchtlinge mit persönlichem Engagement betreue. Weiterhin dankte der Bürgermeister Bürgern, Institutionen und Firmen, die mit Spenden die Flüchtlinge unterstützen. Die herzliche und offene Aufnahme der Flüchtlinge sei keine Selbstverständlichkeit, so Heß.

Die Gruppe „Deutschunterricht“ erlebe im Hause Ahlborn wie es ist, wenn Mitmenschen plötzlich irgendwo in der Fremde stranden – meistens ohne Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur, oft auch ohne Kenntnisse unserer Schriftzeichen. Vieles, was den Einheimischen gewohnt erscheine, sei für diese Menschen fremd. Kurse für Orientierung und Sprache stehen Flüchtlingen nach der derzeitigen Gesetzeslage erst nach der Anerkennung, also erst nach vielen Monaten zu.

Hier möchte die Arbeitsgruppe „Deutschunterricht“ einen ehrenamtlichen Beitrag leisten, um diesen Mitmenschen kurzfristig die nötigsten Sprachkenntnisse zu vermitteln. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erlebten diese Menschen in den bisherigen Deutschstunden als freundlich, lernwillig, engagiert und dankbar für Hilfe. (nh/jpa)

Ansprechpartner für Hilfe, Sach- und Geldspenden ist Herbert Keim, Tel. 06451/ 3762, Emde-keim@t-online.de

Mehr über die Arbeitsgruppen „Begleitung“, „Verschenken“, „Sport und Freizeit“ und „Handwerk“ lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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