Zugang auch ohne Facharzt-Überweisung 

Neu: Kreisklinik Frankenberg bietet neurochirurgische Ambulanz an

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Neurochirurgen: Anas Kalhout (Mitte) u nd Muhammad Ali Hayek (rechts)arbeiten am Frankenberger Kreiskrankenhaus in Sachen Neurochirurgie zusammen, hier im Bild zusammen mit Krankenhaus-Geschäftsführer Gerhard Hallenberger. 

Frankenberg – Dem Kreiskrankenhaus in Frankenberg ist es gelungen, eine neurochirurgisch ambulante Leistung in Form eines halben Sitzes der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nach Frankenberg zu holen, informierte Krankenhaus-Geschäftsführer Gerhard Hallenberger. Sie ist insbesondere für Menschen mit Wirbelsäulenbeschwerden gedacht.

Die Neurochirurgen Anas Kalhout und Muhammad Aki Hayek teilen die Aufgabe als niedergelassene Fachärzte für Neurochirurgie.

„Beide haben sich als Wirbelsäulenchirurgen am Kreiskrankenhaus bereits einen guten Namen gemacht“, betonte Hallenberger. Mit dem halben KV-Sitz für Neurochirurgie werde eine zusätzliche Leistung für die Bevölkerung angeboten und eine Versorgungslücke geschlossen.

Der Zugang zu den Sprechstunden sei nun auch ohne Überweisung eines niedergelassenen Facharztes direkt möglich. Zudem werde die Abteilung Wirbelsäulenchirurgie am Kreiskrankenhaus als eigenständige „Klinik für Wirbelsäulenchirurgie“ geführt (Terminvereinbarung im MVZ unter Tel. 64 51/ 23 08 80).

Zum Chefarzt wurde bereits der Facharzt für Neurochirurgie Anas Kalhout ernannt. Als Oberarzt steht Kalhout der Kollege Muhammad Ali Hayek zur Seite. Der 40-jährige Kalhout und der 41-jährige Hayek arbeiteten bereits am Uniklinikum Freiburg und am Klinikum Kassel zusammen. Schon seit Juli 2017 an der Frankenberger Klinik tätig, hatte Kalhout bislang die Aufgabe als Oberarzt im Bereich der Unfallchirurgie ausgefüllt.

„Dass das Kreiskrankenhaus als Notfallstandort durch das Land Hessen ausgewiesen ist, kommt seit Jahren vielen Patienten zugute. Und dass bereits seit Ende 2018 zwei Ärzte für Neurochirurgie zusätzlich neben den anderen Bereichen am Haus arbeiten, ist ein Segen für die Region“, sagte Hallenberger. So hätten an der Klinik bereits eine Reihe von Patienten mit Verletzungen an Kopf oder Wirbelsäule behandelt werden können, die man früher hätte verlegen müssen.

Der Schwerpunkt der beiden Ärzte liege jedoch im Bereich der konservativen Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und planbaren Wirbelsäulenoperationen. „Die Abteilung hat eine stetig wachsende Zahl von Patienten zu verzeichnen. Das ist dem guten Ruf der beiden Ärzte zu verdanken“, sagte Hallenberger.

Laut Hallenberger wenden Kalhout und Kollegen die „vielversprechendsten neuen Methoden“ an, um die Schmerzen ihrer Patienten unter Kontrolle zu bringen – beispielsweise durch millimetergenaue Injektionen oder elektrische Stimulatoren. Dazu sei für den 30. November eine Patientenveranstaltung vorgesehen.

Das Krankenhaus sei zudem dabei, in Abstimmung mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten weitere Angebote zu schaffen, kündigte Hallenberger an.  mjx

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