26 neue Bauplätze: Alte Thonet-Fabrik in Frankenberg wird abgerissen

Die alten Thonet-Hallen in Frankenberg werden abgerissen, dort entstehen 26 Bauplätze für Einfamilienhäuser.

Frankenberg. Den Bombenangriff am 12. März 1945 hatte der Schornstein neben dem Kesselhaus der Thonet-Fabrik überstanden, 72 Jahre später sind die Tage des Turms nun doch gezählt.

Das alte Werksgelände wird zum Baugebiet, die Gebäude werden bis Ende Februar abgerissen.

„Das ist ein Stück Frankenberger Historie“, sagte Brian Boyd, der neue Vorstandsvorsitzende (CEO) des Sitzmöbelherstellers, am Mittwoch bei einem Baustellenbesuch mit Blick auf die alten Werkshallen. Die Fabrik - früher Produktionsstätte der Bugholzfertigung - war nach der Zerstörung durch US-Bomber Ende des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebaut worden. „Da haben mal 400 Leute gearbeitet“, sagte Rudi Jung. Der Frankenberger Immobilienmakler vermarktet die 26 Bauplätze im Thonet-Quartier. Es sei das erste Mal in Frankenberg, dass ein Industriegebiet zum Baugebiet wird.

Bevor zwischen Friedrichstraße und Adalbert-Stifter-Straße schon Mitte des Jahres die ersten Einfamilienhäuser gebaut werden können, gehört das Gelände Baggern und Kränen. „Wir haben vor einer Woche angefangen, Ende Februar sollen die Hallen umliegen“, sagte Michael Erdelt, der für das operative Geschäft bei Thonet zuständig. Vor fünf Jahren war Werk 1 aufgegeben worden, die Produktion zog über die Bahngleise in Werk 2. „Die Fabrik war nicht mehr zeitgemäß; die Gebäude stehen aber nicht unter Denkmalschutz“, so Erdelt.

Mehr über den Abriss auf dem Thonet-Gelände und die neuen Bauplätze lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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