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Neue Freizeit-Aktivität: Stadtkrimi für Frankenberg entwickelt

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Von: Martina Biedenbach

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Laden ein zum Frankenberger Krimispiel: (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Entwicklerin Leonie Mimpen-Becker sowie Evelin Jacobs und Jörg Näther von der Stadtverwaltung halten Plakate in der Hand. Sie stehen an einer Nachbildung der Philipp-Soldan-Huckepack-Figur. Der Künstler spielt eine wesentliche Rolle in dem Spiel.
Laden ein zum Frankenberger Krimispiel: (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Entwicklerin Leonie Mimpen-Becker sowie Evelin Jacobs und Jörg Näther von der Stadtverwaltung. Sie stehen an einer Nachbildung der Philipp-Soldan-Huckepack-Figur. Der Künstler spielt eine wesentliche Rolle in dem Spiel. © Martina Biedenbach

Stadtkrimi-Spiel für Frankenberg entwickelt: Mit App auf Jagd nach Kunstfälscher.

Frankenberg – Jahrelang hat das Verbrecher-Duo Luceat Kunstwerke des Frankenberger Renaissancekünstlers Philipp Soldan gefälscht und als Originale verkauft. Damit ist Schluss, als die Polizei die Fälscherwerkstatt in der Dellbrücke aushebt, dort Goldbarren und viel Geld findet und einen der Täter festnimmt. Der andere flieht. Ihn zu finden, das ist die Aufgabe für Hobby-Detektive.

Zusammen mit der Firma Mimpen UG aus Kassel hat die Stadt Frankenberg dieses Stadtkrimi-Spiel entwickelt: Bei einem Spaziergang durch Frankenberg sind die Spieler dem Täter auf der Spur. Außerdem lautet die Aufgabe, das Originalwerk Soldans unter den Fälschungen zu finden.

Hilfe bekommen die Detektive entweder über eine App oder über ein Begleitheft. Auf einer festgelegten Route durch die Stadt erhalten sie Hinweise, mit denen verdächtige Personen und Fälschungen ausgeschlossen werden können.

„Die Stadt bietet damit ein weiteres Outdoor-Freizeiterlebnis“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß bei der Vorstellung des Projekts. Bei dem Rundgang erfahren die Spieler nebenbei auch viel über Frankenberg, seine Sehenswürdigkeiten und den großen Sohn Philipp Soldan. „Manchmal entdecken auch Einheimische Dinge, die sie vorher so noch nicht wahrgenommen haben“, ergänzt Jörg Näther von der Stadtverwaltung, der zusammen mit Kollegin Evelin Jacobs das Projekt betreut hat.

Es soll ein Erlebnis für die ganze Familie werden, sagt Entwicklerin Leonie Mimpen-Becker. Manche Hinweise seien so gestaltet, dass auch kleinere Kinder sie entdecken können. Bei anderen Hinweisen sei viel logisches Denken gefragt.

Wie lange es dauert, bis man den Täter gefunden hat, das hänge von den Spielenden ab, sagt Evelin Jacobs. Es gebe die Möglichkeit, zwischendurch Pausen einzulegen, ein Eis zu essen oder unterwegs Geschäfte zu besuchen, bevor man weitermacht. Zweieinhalb Stunden sollte man für die 2,5 Kilometer lange Route aber schon einplanen. Auf die Zeit komme es aber gar nicht an. Das Spiel sei nicht als Wettbewerb konzipiert, sondern der Schwerpunkt liege auf dem gemeinsamen Spaß und dem Entdecken der Stadt.

„Das ist eine moderne Form der Stadtführung“, sagt Mimpen-Becker. Stadtkrimis würden sehr gut angenommen, seien sogar zu Hits geworden, wie die Krimirouten in Kassel, Korbach, Eschwege und Neuental zeigten.

Die Entwicklung des Frankenberger Stadtkrimis ist aus dem Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ des Landes Hessen gefördert worden.

App oder Begleitheft

Die App ist verfügbar für Apple- und Android-Geräte. Die Installation der App ist kostenlos. Jede Krimi-Route kostet jeweils 6,99 Euro und kann nach dem Download der App gekauft werden. Wer lieber mit einem Begleitheft den Fall lösen will, kann dieses in der Ederbergland-Touristin am Untermarkt für 8 Euro erwerben. stadtkrimis.de

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