Landkreis beteiligt sich mit 750 000 Euro

Neuer Feuerwehr-Stützpunkt in Frankenberg kostet 8,8 Millionen Euro

Neuer Stützpunkt in Frankenberg: So soll das neue Feuerwehrgebäude in Frankenberg einmal aussehen. Im Januar 2022 ist Baubeginn, 2023 soll der Stützpunkt dann eingeweiht werden. Grafik: Firma K-Plan/Siegen/nh
+
Neuer Stützpunkt in Frankenberg: So soll das neue Feuerwehrgebäude in Frankenberg einmal aussehen. Im Januar 2022 ist Baubeginn, 2023 soll der Stützpunkt dann eingeweiht werden.

Für 8,8 Millionen Euro baut die Stadt Frankenberg im Gewerbegebiet Auf den Weiden einen neuen Feuerwehrstützpunkt.

Frankenberg – Bei ihrer Entscheidung, für 8,8 Millionen Euro im Gewerbegebiet Auf den Weiden einen neuen Feuerwehrstützpunkt zu errichten, hat die Stadt Frankenberg die volle Rückendeckung des Landkreises Waldeck-Frankenberg erhalten. „Der Landkreis begrüßt die Entscheidung der Stadt Frankenberg außerordentlich, in der Kernstadt einen neuen Feuerwehrstützpunkt zu bauen“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese bei einem Treffen mit Bürgermeister Rüdiger Heß, Stadtbrandinspektor Martin Trost und Fachbereichsleiter Carsten Buch.

Durch den neuen Stützpunkt könne die Feuerwehr zukunftsfähig aufgestellt werden.

750.000 Euro vom Landkreis

Freses vorweihnachtliche Botschaft: Der Landkreis unterstützt den Neubau mit 25 Prozent der förderfähigen Kosten. „Das hat der Kreisausschuss so beschlossen.“ In der Vergangenheit seien solche Projekte finanziell nur mit 19 Prozent unterstützt worden. Die erste von drei Raten des Zuschusses hatte Frese bereits dabei: 227 500 Euro. Insgesamt will der Landkreis zum Neubau rund 750 000 Euro beisteuern.

„Die Feuerwehr in Frankenberg ist die zentrale Einheit für den Brandschutz im gesamten Südkreis“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete. Der neue Stützpunkt sei eine „ganz wichtige Maßnahme“ für die Infrastruktur der Region.

„Wir brauchen starke Feuerwehren. Und ich bin stolz, eine so schlagkräftige Einsatzabteilung zu haben – in der Kernstadt und auch in den Ortsteilen“, bedankte sich Bürgermeister Heß für die Finanzspritze. „Die Feuerwehr in Frankenberg ist top, damit kommen wir an die Leistungsfähigkeit einer Berufsfeuerwehr heran.“

Gravierende Mängel am Katastrophenschutzzentrum

Den Neubau eines Feuerwehrstützpunkts begründete der Bürgermeister mit gravierenden Mängeln am aktuellen Standort, dem Katastrophenschutzzentrum in der Auestraße. Das 1974 erbaute Katastrophenschutzzentrum entspreche nicht mehr den Erfordernissen, eine Sanierung sei „wenig zielführend und auch unwirtschaftlich“ gewesen. Deshalb habe man sich für den Neubau Auf den Weiden entschlossen. „Wir werden dort einen modernen Feuerwehrstützpunkt bekommen“, versprach der Bürgermeister.

Ein erster Auftrag für den Tiefbau über rund 500.000 Euro sei bereits vergeben worden, berichtete Heß, bei entsprechender Witterung solle mit dem Neubau am 17. Januar begonnen werden. Ziel sei es, das Gebäude 2023 einweihen zu können.

13 Fahrzeughallen

Die Planungen für den neuen Feuerwehrstützpunkt liegen vorwiegend in der Kompetenz des Siegener Planungsbüros K-Plan. Auf einer Länge von 90 Metern wird der neue Feuerwehrstützpunkt 13 reine Fahrzeughallen erhalten, zudem auch eine Lagerhalle, eine Waschhalle und eine Kraftfahrzeugwerkstatt. Für die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen sind getrennte Umkleideräume vorgesehen – räumlich unter anderem getrennt durch Sanitärräume sowie Trockenraum und einen Raum für die Stiefelwäsche. Dabei soll das Gebäude mit Schulungsräumen, Küche und einem Raum für die Jugendfeuerwehr eine Breite von knapp 24 Metern bekommen.

Von den Kosten in Höhe von 8,8 Millionen Euro finanziert das Land Hessen rund 5,1 Millionen Euro, der Landkreis 750.000 Euro. Die übrigen rund drei Millionen Euro trägt die Stadt Frankenberg. „Das ist uns die Sicherheit unserer Bevölkerung wert“, sagte der Bürgermeister.  mjx

Den Förderbescheid des Landkreises über rund 750 000 Euro für den Feuerwehrstützpunkt in Frankenberg überreichte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese (2. von rechts) an Bürgermeister Rüdiger Heß (2. von links). Mit im Bild: Stadtbrandinspektor Martin Trost (links) und Fachbereichsleiter Carsten Buch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.