Blockheizkraftwerk am Kreiskrankenhaus in Betrieb genommen

Symbolischer Knopfdruck: (von links) Klaus Thielemann (Architekturbüro Bau-Plan), Krankenhaus-Geschäftsführer Ralf Schulz, der technische Leiter Horst Cronau und Christian Jung (Ingenieurbüro Energieart) nahmen am Freitag das neue Blockheizkraftwerk der Klinik offiziell in Betrieb. Foto: mjx

Frankenberg. Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg ist jetzt am eigenen Strom- und Wärmenetz: Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Krankenhaus-Geschäftsführer Ralf Schulz am Freitagmittag ein neues Blockheizkraftwerk in der Klinik offiziell in Betrieb genommen.

Nach nur zweieinhalb Monaten Bauzeit wird das so genannte BHKW allerdings schon seit Ende Juli genutzt. Die Kosten belaufen sich auf 830.000 Euro. „Für uns war entscheidend, dass mit diesem Projekt Kosten eingeschränkt werden“, sagte Schulz.

Er geht davon aus, dass sich die neue Anlage bereits in zehn Jahren amortisiert haben wird - danach erwartet er finanzielle Einsparungen von 83.000 Euro pro Jahr. Bisher hatte das Frankenberger Krankenhaus seine Energie aus dem öffentlichen Stromnetz erhalten.

„Dieser Schritt ist für das Kreiskrankenhaus ein großer Schritt nach vorn“, betonte der Geschäftsführer. Dabei erinnerte Schulz daran, dass sich die Klinik in der finanziellen Sanierung befindet: 2013 schrieb die Kreisklinik einen Verlust von drei Millionen Euro. „Wir drehen an allen Schrauben, das Haus muss auch über die Sachkosten saniert werden“, sagte Schulz.

Allein durch die Einsparungen durch das neue Blockheizkraftwerk könnten künftig zwei Mitarbeiter bezahlt werden - im Frankenberger Krankenhaus arbeiten derzeit rund 550 Menschen. Damit ist die Klinik einer der größten Arbeitgeber der Stadt.

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