Beim Skisprung-Weltcup in Willingen

Noah Stuhlmann geht mit spezieller Taktik auf Fotojagd

+
Starjäger Noah Stuhlmann: Mit seinem Großvater Reinhold Sude aus Korbach fährt der 15-Jährige aus Schreufa seit 2009 nach Willingen – und sammelt seitdem viele Autogramme und Erinnerungsfotos.

Schreufa/Willingen. Noah Stuhlmann ist erst 15 Jahre, aber schon ein alter Hase bei der "Fotojagd" auf die Stars. Beim Skispring-Weltcup hat er eine neue Taktik.

Ganz schön eng wird es auf seinem Schreibtisch, wenn er alle Erinnerungsstücke vom Weltcup-Skispringen in Willingen darauf ausbreitet: Noah Stuhlmann ist 15 Jahre, aber schon ein alter Hase in Sachen „Jagd auf die Stars“. Dementsprechend hat der Schreufaer auch schon eine ordentliche Sammlung, bestehend aus Autogrammkarten und selbst geschossenen Fotos.

„Mein Opa hat mich 2009 mitgenommen zum Skispringen nach Willingen. Ich fand’s cool, mittendrin zu sein“, sagt Noah.

Seitdem ist er jährlich an der Mühlenkopfschanze im „Einsatz“ – und geht dabei mit einer speziellen Taktik vor: Er ist meist nur am Freitag vor Ort, und er ist Frühaufsteher.

Am Tag der Eröffnung finden in Willingen Training und Qualifikation statt, es geht also noch nicht um die Wurst, wie samstags und sonntags. „Dadurch hat man eher die Chance, dass man Fotos und Autogramme ergattert, weil die Springer sich auch einmal etwas mehr Zeit nehmen für einen. Und man kommt näher heran“, so Noahs Erfahrungen. Stets reist er sehr früh am Tag an, um sich einen guten Platz zu sichern, denn auch am Freitag ist die erste Reihe an der Bande ebenso begehrt wie schnell besetzt.

Einen Tipp hat Noah noch parat für künftige Autogrammjäger: „Ruhig auch die Springer schon vor dem Trainings- oder Qualifikationsdurchgang ansprechen, wenn es noch nicht um so viel geht.“

Kraft und Kasai volksnah

Natürlich gibt es immer Athleten, die sich gestört fühlen vom Rummel, zumindest vor dem Wettkampf, das hat auch Noah gemerkt. Aber er hat auch die andere Erfahrung gemacht. „Springer wie Stefan Kraft, Andreas Wank und Noriaki Kasai sind offen, mit denen kann man sich auch mal kurz unterhalten.“

Ganz im Gegensatz zu Janne Ahonen. „Der geht einfach vorbei. Schon immer.“

Grundsätzlich ist es Noah Stuhlmann egal, wer sich bei ihm mit Autogramm oder Foto verewigt. „Ich habe niemandes Bestimmten im Auge, spreche alle an so ab Startnummer 20.“

Gleichwohl ist in diesem Jahr einer besonders im Fokus des Schreufaers: Severin Freund, der noch fehlt in der Sammlung mit Autogrammen vieler deutscher, aber auch anderer Springer und Trainer.

Der eine oder andere schöne Schnappschuss gehört auch dazu. Wie der mit Markus Eisenbichler von 2015, als den derzeitigen deutschen Topspringer noch nicht so viele um ein Foto gebeten haben. Noah tat es, der Fotograf unserer Zeitung erblickte den Moment und hielt das Selfie von Noah im Bild fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.