Ohne Führerschein: 17-Jähriger baut mit Auto seines Vaters Unfall

Geismar. Mit Papas Auto, aber ohne dessen Wissen und vor allem ohne Führerschein hat ein 17-Jähriger einen Unfall auf der B253 gebaut.

Weil der Teenager offenbar die Konsequenzen des nächtlichen Vorfalls fürchtete, machte er sich anschließend aus dem Staub.

Dass der Unfall passiert war, erfuhr die Frankenberger Polizei erst Stunden später - und das auch nur, weil eine aufmerksame Zeugin bei den Beamten nachfragte, ob der Fahrer den Verkehrsunfall gemeldet habe. So brachte die Frau am Samstag den Stein ins Rollen.

Aber der Reihe nach: Der junge Frankenberger fuhr am frühen Samstagmorgen gegen 3 Uhr auf der Bundesstraße 253 in Richtung Kläranlage. Zwischen der Müllumladestation und der Ampelkreuzung an der B252 verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen. In einer Kurve geriet der Wagen dadurch auf den Seitenstreifen und stieß gegen die Leitplanke. Danach schleuderte er über die Fahrbahnbreite und genau auf das Auto der Zeugin zu. Zu einem Zusammenstoß kam es nicht.

Die Zeugin wollte den Angaben zufolge ihre Hilfe anbieten, doch der Unfallfahrer brauste vor ihrer Nase davon. Um das Kennzeichen ablesen zu können, folgte die Frau dem Auto noch ein Stück, danach kehrte sie um und fuhr wie geplant in Richtung Geismar weiter.

Im Laufe des Samstags ging die Zeugin dann in Frankenberg zur Polizei und berichtete von ihrer nächtlichen Beobachtung und fragte nach, ob sich der Unfallfahrer denn gemeldet habe. Die Polizisten, die vorher von dem Unfall noch nichts gewusst hatten, fuhren zur Halteranschrift. Dort trafen die Beamten den 17 Jahre alten Sohn des Autobesitzers an, der den Unfall und die Flucht einräumte.

Gegen den Teenager aus Frankenberg erging Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Unfallflucht.

Den Unfall führen die Beamten auf mangelnde beziehungsweise gar keine Fahrerfahrung zurück. Der junge Mann muss sich nun darauf einstellen, als 18-Jähriger noch nicht Auto fahren zu dürfen. Der Schaden an Auto und Leitplanke summiert sich auf 3200 Euro.

www.112-magazin.de

Rubriklistenbild: © dpa

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