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Open-Air-Classic in Frankenberg begeisterte mehr als 1000 Zuhörer

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Von: Karl-Hermann Völker

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Das Open-Air-Classic auf dem Gelände des Autohauses Beil wurde zu einem festlichen Konzertabend in stimmungsvoller Atmosphäre mit mehr als 1000 Zuschauern.
Das Open-Air-Classic auf dem Gelände des Autohauses Beil wurde zu einem festlichen Konzertabend in stimmungsvoller Atmosphäre mit mehr als 1000 Zuschauern. © Völker, Karl-Hermann

1000 Besucher haben das Open-Air-Classic der Edertalschule und der Christian-Rauchschule auf dem Gelände des Autohauses Beil in Frankenberg erlebt. Es war die 15. Auflage dieser besonderen Konzertveranstaltung.

Frankenberg – Große Emotionen, wunderbare sinfonische Klänge aus der Alten und der Neuen Welt, geschliffener scharfer Big-Band-Sound und stimmungstragende Chorsätze bestimmten das Frankenberger Open-Air-Classic am Freitagabend auf der Bühne des Autohauses Beil mit mehr als 1000 Besuchern. Darüber stand immer wieder „die Hoffnung auf die Kraft der Musik als Friedensstifterin“, so der hessische Kultusminister und Schirmherr Prof. Dr. Alexander Lorz.

Unter dem Motto „One World – United in Music“ (eine Welt - vereint in Musik) musizierten und sangen im Rahmen des Kultursommers Nordhessen rund 200 Schülerinnen und Schüler der Edertalschule Frankenberg und der Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen, verstärkt durch Ehemalige und durch den Gastauftritt eines Bläserensembles des Staatstheaters Kassel. Für das Frankenberger Gymnasium war das Konzert Höhepunkt und Abschluss seiner Festlichkeiten „100 Jahre Edertalschule“.

Mit großer Freude und Erleichterung begrüßte Gastgeber Günter Beil die Mitwirkenden und Gäste nach dreijähriger Zwangspause. Von Beginn der Pandemie an hätten Menschen immer wieder Möglichkeiten zum Singen auf Plätzen und Balkons gesucht und dabei Musik als Hoffnungsträgerin für sich entdeckt, sagte Beil und verband dabei den Wunsch, dass sie nun auch friedensstiftend wirke.

Alle sangen gemeinsam „Ode an die Freude“

„Alle Menschen werden Brüder“ aus der „Ode an die Freude“ von Beethoven sangen beim großen Finale des Abends auch alle Ensembles, Chöre und die Konzertbesucher gemeinsam, zuvor war mit lang anhaltendem Beifall die ukrainische Gesangsklasse der Christian-Rauch-Schule, geleitet von Helen Zaloga, mit ihrem gesungenen Wunsch nach Frieden begrüßt worden.

Unter der Friedenstaube: Zu den bewegenden Momenten des Abends gehörte das Friedenslied der Ukraine-Gesangsklasse der Christian-Rauch-Schule mit Helen Zaloga.
Unter der Friedenstaube: Zu den bewegenden Momenten des Abends gehörte das Friedenslied der Ukraine-Gesangsklasse der Christian-Rauch-Schule mit Helen Zaloga. © Völker, Karl-Hermann

Die langjährige Freundschaft der beiden Gymnasien mit musischem Schwerpunkt in Frankenberg und Bad Arolsen zeigte sich immer wieder im Programm mit pragmatischer Kooperation: Die Ensembleleiter teilten sich die Dirigate, Martin Fischer übernahm die Rolle seiner erkrankten Kollegin Lisa-Maria Siegel und führte die vereinten, souverän aufspielenden und in allen Stimmen gut besetzten Jugendsinfonieorchester sensibel von Antonín Dvoráks „Sinfonie aus der Neuen Welt“ bis zu Leonard Cohens „Hallelujah“. Der Arolser Chorleiter Steffen Hause lieferte mit Chören und Orchester einen bewegenden „Gabriellas Sång“, Chorleiter Matthias Müller verstärkte die ukrainische Schülergruppe.

Den Auftakt hatten die Big Bands der beiden Schulen unter wechselnder Leitung von Torsten Herguth und Werner Sostmann gemacht, wobei das kraftvolle Rocky-Thema „Gonna Flow Now“ die glasklaren Bleche gleich in die richtige „Flying-High“-Stimmung versetzte. Hier gab es viel Beifall auch für die Sololeistungen der Sängerinnen Lena Steinbach („Everything“) und Enise Citlak („What A Feeling“). Ein mitreißender Konzertauftakt!

Gastauftritt des Bläserquartetts des Staatstheaters Kassel

Als „musikalisches Bonbon“, so die beiden charmanten, selbst musikerfahrenen Moderatorinnen Anika Beil und Anne Wagener, wurde der Gastauftritt eines Bläserquartetts des Staatstheaters Kassel angekündigt. Seit Jahren gibt es hier eine enge Kooperation in Form von Workshops und Konzertvorbereitungen. Die „Profis“ Frank Severin (Trompete), Philipp Severin (Trompete), Jannik Neß (Horn) und Florian Zerbaum (Posaune) demonstrierten mit Leichtigkeit und tänzerischem Spielfluss den „Florentiner Marsch“ ebenso wie das Spiritual „Down By The Riverside“.

Der Funke sprang über: Im Publikum blinkten die Handylichter, als Chöre und Orchester John Lennons Friedens-Song „Imagine“ aus den 1970ern in die heutige Zeit zurückholten.
Der Funke sprang über: Im Publikum blinkten die Handylichter, als Chöre und Orchester John Lennons Friedens-Song „Imagine“ aus den 1970ern in die heutige Zeit zurückholten. © Karl-Hermann Völker

Eine präzise gesteuerte Bildführung über die Großleinwand hinter den Orchestern mit Motiven aus der „One World“ und Live-Bildern, guter Ton und variantenreiches Licht, dazu ein internationales kulinarisches Angebot der Stadtbäckerei Himmelmann machten das fast dreistündige Konzert für die rund 1000 Zuhörer zu einem Abendschmaus für alle Sinne. Es gab am Schluss begeisterten, stehenden Beifall und zum Dank Blumen für Ensembleleiter und Solisten.

Scharfe Riffs und starke Rhythmen: Mit packend arrangierten Film-, Jazz- und Pop-Titeln gefielen die Big Bands aus Bad Arolsen und Frankenberg beim gemeinsamen Auftritt.
Scharfe Riffs und starke Rhythmen: Mit packend arrangierten Film-, Jazz- und Pop-Titeln gefielen die Big Bands aus Bad Arolsen und Frankenberg beim gemeinsamen Auftritt. © Völker, Karl-Hermann

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