Ottmar Vöpel nach 42 Jahren verabschiedet 

Jörg Petter übernimmt die Leitung der Frankenberger Polizei

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Verabschiedung aus dem Polizeidienst: (von links) Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, Ottmar Vöpel, Ehefrau Heike Vöpel und Achim Kaiser, Direktor der Polizeidirektion Korbach. 

Frankenberg. Jörg Petter aus Rennertehausen wird zum 1. April neuer Leiter der Frankenberger Polizeistation. In Somplar wurde der bisherige Leiter, Ottmar Vöpel, nach über 42 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet.

Es war sein letzter Tatort und auch seiner letzter Einsatz: Nach über 42 Jahren im Dienst wurde der Leiter der Polizeistation Frankenberg, Erster Polizeihauptkommissar Ottmar Vöpel, am Freitagnachmittag in den Ruhestand verabschiedet. Der besondere Fall: Am Tattag feierte der gebürtige Somplarer seinen 60. Geburtstag.

An den Ermittlungen im Dorfgemeinschaftshaus in Somplar waren mehr als 100 Personen beteiligt: Familie, Freunde, Vorgesetzte, Kollegen, langjährige Weggefährten und auch die beiden Bürgermeisterkollegen Rüdiger Heß (Frankenberg) und Claus Junghenn (Allendorf/Eder). Denn seit Mitte Dezember ist der begeisterte Hobbypilot ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Bromskirchen.

Auch der letzte Fall von Ottmar Vöpel im Polizeidienst wurde gelöst. Alle Augenzeugen gaben letztlich übereinstimmend zu Protokoll, dass ihm vom Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Kassel, Konrad Stelzenbach, die Urkunde zum Eintritt in den Ruhestand überreicht wurde. Am 1. Oktober 1975 in den Polizeidienst eingetreten, leitete Vöpel vom 1. September 2010 bis Ende 2017 die Polizeistation Frankenberg – danach übernahm Ortwin Staude diese Aufgabe kommissarisch. Im örtlichen Bürgerhaus in Somplar schloss sich für Vöpel ein Lebenskreis: In dem Dorf, in dem er aufgewachsen war, wurde er auch aus dem Berufsleben verabschiedet.

Wird neuer Leiter der Polizeistation: Jörg Petter.

„Ottmar Vöpel hat auf der Karriereleiter viel erreicht. Sein Tatendrang war immer ungebrochen, für seine Belegschaft hat er sich immer eingesetzt“, würdigte Stelzenbach den langjährigen Polizeidienst Vöpels. Dabei merkte der Polizeipräsident an, dass der leidenschaftliche Musiker viele Veränderungen im Polizeidienst miterlebt habe – von der Schreibmaschine bis zum PC, vom Analogfunk bis zum Dialogfunk und auch die zweigeteilten Laufbahnen.

Für Ottmar Vöpel habe es nach seinem Abschluss an der Burgwaldschule in Frankenberg nur ein Ziel gegeben, erinnerte Stelzenbach: „Er wollte immer Polizist werden.“ Sein erster Dienstort sei Kassel gewesen. Der Polizeipräsident skizzierte aber auch noch weitere Stationen Vöpels - unter anderem die Fachhochschulreife und das Studium an der Verwaltungshochschule in Wiesbaden von 1984 bis 1987.

Stelzenbach bilanzierte für Vöpel insgesamt 15 500 Tage im Polizeidienst. Im Jahr 2004 sei er zur Polizeistation nach Frankenberg versetzt worden. Den „fünften Stern“, die Ernennung zum Ersten Polizeihauptkommissar, habe Vöpel dann am 1. Oktober 2011 bekommen. Der begeisterte Wanderer sei immer zielstrebig, umsichtig, pflichtbewusst und verantwortungsvoll gewesen, betonte Stelzenbach: „In den vielen Berufsjahren hat sich Ottmar Vöpel durch seine geradlinige Art eine hohe Anerkennung verschafft.“

„Ich habe in der Polizei unglaublich viel erreicht. Ich bin dankbar dafür, dass ich das alles erleben durfte“, bedankte sich Vöpel unter dem stehenden Beifall seiner Gäste für die vielen Glückwünsche und lobenden Worte. Sein Nachfolger als Leiter der Polizeistation Frankenberg steht bereits fest: Am 1. April wird Jörg Petter (Rennertehausen) in das Amt eingeführt.

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