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Pfingstmarkt in Frankenberg: Schausteller-Familie Wagner richtet Volksfest zum 60. Mal aus

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Von: Gerhard Meiser

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Ehrung für die Schausteller-Familie Wagner: (von links) Sohn Max (13), Ehefrau Annabell, Tochter Marie (9) und Firmenchef Max Wagner mit Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß.
Ehrung für die Schausteller-Familie Wagner: (von links) Sohn Max (13), Ehefrau Annabell, Tochter Marie (9) und Firmenchef Max Wagner mit Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. © mjx

Die Schausteller-Familie Wagner organisiert den Frankenberger Pfingstmarkt, das größte Volksfest im Frankenberger Land, zum 60. Mal. Dafür wurde sie nun von der Stadt geehrt.

Frankenberg – Das Herz von Max Wagner schlägt für den Frankenberger Pfingstmarkt. „Den Pfingstmarkt muss man leben und nicht verwalten“, sagt der 38-Jährige. In diesem Jahr organisiert die Familie Wagner zum 60. Mal das große Frankenberger Volksfest. „Eigentlich sind wir schon seit 1960 hier, also schon seit 62 Jahren. Heini Vöhl war damals der Festwirt“, erzählt Max Wagner – 2020 und 2021 funkte aber die Corona-Pandemie dazwischen und legte auch den Pfingstmarkt komplett auf Eis.

„Die Familie Wagner hat den Pfingstmarkt zu dem gemacht, was er heute ist: ein großartiges und erlebenswertes Volksfest mit jährlich um die 250 000 Besuchern“, ehrte Bürgermeister Rüdiger Heß am Donnerstag beim inoffiziellen Auftakt des Pfingstmarkts die langjährige Arbeit der Schaustellerfamilie: An Max Wagner und Ehefrau Annabell überreichte Heß eine Urkunde der Stadt Frankenberg.

Bei der Ehrung ließ Heß nicht unerwähnt, dass der Pfingstmarkt seinerzeit noch auf dem Obermarkt einmal „klein und schmal“ begonnen hatte. Durch die Arbeit von Wagners Großeltern Max Wagner sen. und Brunhilde Wagner sei der Pfingstmarkt aber kontinuierlich zum größten Volksfest im Frankenberger Land entwickelt worden – schon 1962 zog der Pfingstmarkt auf die Wehrweide um.

„Der Pfingstmarkt in seiner heutigen besonderen Form ist der Familie Wagner zu verdanken, den Großeltern und den jungen Wagners“, sagte Heß – auch wenn es um die Ausrichtung im vergangenen Jahr einmal politische Diskussionen gegeben habe: Es ging darum, ob nicht die Stadtverwaltung selbst das Fest ausrichten könne.

„Der Pfingstmarkt in seiner heutigen besonderen Form ist der Familie Wagner zu verdanken.“

Bürgermeister Rüdiger Heß

„In dem Volksfest steckt viel Tradition und viel Familie“, sagte Max Wagner. „Das bewegt mich. Ich mache meine Arbeit auch heute noch im Auftrag meiner Großeltern“, sagte der zweifache Familienvater. Großvater Max Wagner sen. starb 2002, Großmutter Brunhilde 2012.

„In Frankenberg habe ich laufen gelernt, in einer Imbissbude auf dem Pfingstmarkt wurde ich von Schaustellerpfarrer-Pfarrer Leuschner getauft, in Frankenberg bin ich zur Schule gegangen und im Festzelt in Frankenberg wurde ich konfirmiert“, erzählte Max Wagner: „Auf dem Pfingstmarkt bin ich zuhause, der Pfingstmarkt ist für mich ein Stück Heimat. Unser Schaustellerbetrieb ist ein Frankenberger Betrieb durch und durch. Der Pfingstmarkt ist für mich wie ein Familienmitglied“, unterstrich er seine Gefühle.

Früh die Weichen für die nächste Generation gestellt

Schon mit 13 übernahm Max Wagner seine ersten Aufgaben auf dem Pfingstmarkt. „Mein Opa hat schon früh die Weichen gestellt und mich als Nachfolger aufgebaut“, erzählt der heutige Pfingstmarkt-Manager. 2012 wurde das Veranstaltungsbüro in seine Hände übertragen, da war er gerade mal 28. „Ich bin sehr stolz darauf, dass meine ganze Familie so hinter dem Pfingstmarkt steht“, sagt Max Wagner.

„Die Nachfolger sind schon da“, richtete der Bürgermeister den Blick bereits in die Zukunft. „Der Sohn ist schon größer als der Papa“, sagte Heß am Donnerstag schmunzelnd. „20 Jahre will ich noch machen. Dann ist mein Sohn 33, dann kann er das Geschäft übernehmen“, sagt Vater Max Wagner. 2023 soll sein Sohn, der ebenfalls Max heißt, in Frankenberg konfirmiert werden – selbstverständlich beim Festgottesdienst im Festzelt.  (Gerhard Meiser)

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