Polizei kontrollierte Poser und Tuner am Edersee und in Frankenberg

Das Bild zeigt zwei Polizeibeamte, die ein getuntes Auto angehalten haben. Man erkennt am Auto breite Reifen, Rennauspuff und eine tiefe Heckschürze.
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Symbolbild

Die Polizei hat am Wochenende am Edersee und auf der Wehrweide in Frankenberg 45 Autos kontrolliert, die laut Polizei mit der Poser- und Tuner-Szene in Verbindung gebracht werden können. Dabei wurden einige Verstöße geahndet.

Edersee/Frankenberg - Wie die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg am Montag berichtete, fand die geplante Kontrollaktion am Samstag, 12. Juni 2021, auf dem Parkplatz Wehrweide in Frankenberg und auf den Parkplätzen an der Ederseerandstraße statt. Die Beamten aus dem Landkreis wurden durch Kollegen der Bereitschaftspolizei und die Ermittlungsgruppe Tuner des Polizeipräsidiums Kassel unterstützt.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 45 Fahrzeuge und 60 Personen. Sieben Autos mussten auf Grund technischer Veränderungen stillgelegt werden, weil die Betriebserlaubnis erloschen war, berichtete Polizeioberkommissar Manuel Luxenburger. Die Kennzeichen wurden abmontiert und sichergestellt. Die Autos durften somit nicht mehr gefahren werden. Häufigster Grund für die Stilllegungen waren Unstimmigkeiten bei den Rad-Reifen-Kombinationen.

„Fahrzeuge, deren Betriebserlaubnis erloschen ist, müssen in einen technisch einwandfreien Zustand versetzt werden. Nach Vorführung bei einer TÜV Prüfstelle muss die zuständige Zulassungsstelle die Betriebserlaubnis wiederaufleben lassen. Erst dann dürfen diese Autos wieder am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen“, erläuterte der Polizeisprecher. „Neben einem Bußgeld müssen die Betroffenen Kosten für eine mögliche Abschleppung, für die Reparatur und für Prüfberichte und Eintragung bezahlen.“

Unter Drogen Auto gefahren

Außer den technischen Mängeln an den Fahrzeugen stellten die Polizeibeamten zwei männliche Personen fest, die mit ihren Autos gefahren sind, obwohl sie unter dem Einfluss berauschender Mittel standen. Bei den Durchsuchungen der Autos entdeckten die Beamten außerdem Marihuana. Luxenburger: „Beide Beschuldigte haben sich nun wegen einer Verkehrsstraftat und illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln zu verantworten.“

„Die Polizei wird weiterhin regelmäßig gezielte Kontrollmaßnahmen durchführen, um den Gefahren, die durch Poser und Tuner im Straßenverkehr verursacht werden, entgegenzuwirken, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen“, heißt es in dem Polizeibericht abschließend.

Tuner, Poser, Raser

„Tuner, Poser und Raser lassen sich nicht über einen Kamm scheren“, sagt Thomas Junghans von der Ermittlungsgruppe Tuner der Polizei Nordhessen:

Tuner seien Leute, die ihre Autos oft mit teuren Teilen „frisieren“. „Tuner bauen sich einen Spoiler ans Heck, treffen sich irgendwo und trinken statt Bier lieber Red Bull, weil man ja noch nach Hause fahren will“, sagt Junghans. Tuner seien die Vernünftigen. „Einige rufen sogar bei uns an und fragen, ob gewisse Veränderungen an ihren Autos zulässig sind.“

Poser sind Leute, die oft mit stark motorisierten und sehr teuren Autos unterwegs sind. Dabei lassen sie beim Schalten ihren Motor knallen oder beim Beschleunigen laut aufheulen. „Die Auspuffanlagen sind so umgebaut, dass das auch wirklich jeder mitkriegt“, sagt Junghans.

Raser seien die gefährlichen Szene-Vertreter. „Bei denen kommt es alleine auf Geschwindigkeit an“ und gefährden damit andere.

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