Tag der Arbeit

Polizei will am 1. Mai im Landkreis Präsenz zeigen

ARCHIV - 30.07.2016, Baden-Württemberg, Reutlingen: ILLUSTRATION - In Westen gekleidete Polizisten stehen in der Stadt. (zu dpa "LKA-Präsident: "Polizei ist kein Spiegelbild der Gesellschaft") Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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„Wir werden eine wahrnehmbare Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen und darauf achten, dass die Regeln auch eingehalten werden“, sagt Polizeisprecher Dirk Richter.

Für den 1. Mai kündigt die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg Kontrollen im Landkreis an. Einhaltung der Corona-Regeln und der Jugendschutzbestimmungen wird überwacht.

  • Am 1. Mai wird der Tag der Arbeit gefeiert
  • Polizei will im Landkreis Waldeck-Frankenberg Präsenz zeigen
  • Polizei kontrolliert die Einhaltung der Corona-Regeln und des Jugendschutzgesetzes

Waldeck-Frankenberg – „Wir werden eine wahrnehmbare Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen und darauf achten, dass die Regeln auch eingehalten werden“, sagt Polizeisprecher Dirk Richter.

Dirk Richter, Kriminalhauptkommissar.

Ein besonderes Augenmerk werde die Polizei auf die „Chaotenwiese“ am Twistesee und die Ederwiesen zwischen Battenberg und Dodenau legen, weil sich dort in den vergangenen Jahren immer wieder Jugendliche am 1. Mai zum Feiern getroffen haben.

„In den letzten Jahren haben sich traditionelle Wandertage insbesondere bei jungen Menschen zu teilweise sehr bedenklichen Trinkgelagen entwickelt, in deren Umfeld es immer wieder zu alkoholbedingten körperlichen Auseinandersetzungen kommt“, sagt Richter.

1. Mai: Polizei kontrolliert Einhaltung des Kontaktverbots wegen Corona

In diesem Jahr komme hinzu, dass aufgrund des bestehenden Kontaktverbotes Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, außer wenn die Personen zu einem gemeinsamen Hausstand gehören, nicht erlaubt sind. Richter erinnert an den Corona-Abstand von 1,5 Metern.

Verboten seien deshalb etwa gemeinsame Wanderungen, Feiern oder Zusammenkünfte in öffentlichen Anlagen. „Die Polizei wird an bekannten Plätzen kontrollieren und solche Veranstaltungen konsequent auflösen und Bußgelder verhängen.“

1. Mai: Auch in Zeiten von Corona gilt das Jugendschutzgesetz

Und Richter weist auch ausdrücklich auf die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes hin: „Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gilt in der Öffentlichkeit ein absolutes Alkoholverbot. Ab 16 Jahren ist zwar der Genuss von leichter Alkoholika wie Sekt, Wein und Bier erlaubt, nicht aber der Konsum von hochprozentigen Getränken wie Schnaps.“

Ein eindringlicher Hinweis gilt zudem im Hinblick auf die bereits jetzt schon bestehende Waldbrandgefahr. Offene Feuer seien daher zu unterlassen.

Das sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat zum 1. Mai in Zeiten von Corona

In diesem Jahr wird der Mai-Feiertag gänzlich anders werden, sagen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Sie rufen angesichts der aktuellen Corona-Krise zu Solidarität und Gemeinschaftsgefühl auf: „Aufgrund der Pandemie mussten in diesem Jahr alle öffentlichen Kundgebungen abgesagt werden. Zum ersten Mal seit 1949. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Tag der Arbeit ausfällt. Er wird gefeiert – wenn auch auf andere Weise – beispielsweise durch Aktionen in sozialen Netzwerken.“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat den 1. Mai diesmal unter das Motto „Solidarisch ist man nicht alleine“ gestellt. Dazu rufen auch Kubat und Frese auf. „Wir werden die Pandemie durch gemeinsames diszipliniertes Handeln bewältigen“, sagen sie.

1. Mai in Zeiten von Corona: Verzicht auf Traditionen

Auch, wenn dies mit dem Verzicht auf Traditionen wie Kundgebungen und Maiausflüge verbunden sei, die in diesem Jahr nicht stattfinden dürfen, teilt der Landkreis in seiner Pressemeldung mit. Kontaktverbot sowie Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin.

Mit Anstand Abstand halten: so die Botschaft des DGB zum 1. Mai. „Wir möchten jeden bitten, sich daran zu orientieren – und sich klarzumachen, was Solidarität in dieser Situation für sie selbst bedeutet“, appellieren Kubat und Frese an die Menschen im Landkreis.

In Hessen sind ab 1. Mai wieder Gottesdienste erlaubt – allerdings unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln. Vor dem Neustart gibt es für die Kirchen noch einiges zu klären.

Besuche in Pflegeheimen sollen ab Montag, 4. Mai, wieder möglich sein. Ein Mal pro Woche sollen Bewohner eine Bezugsperson empfangen dürfen. Diese Nachricht sorgt aber nicht überall für Begeisterung. Beispielsweise in Gemünden und Waldeck-Sachsenhausen.

Alle Infos und Neuigkeiten rund um Corona in Waldeck-Frankenberg finden Sie in unserem News-Ticker.

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