Radioaktivität vermutet

Radioaktivität? ABC-Zug untersuchte verdächtigen Fund bei Braunshausen

Straße zwischen Rengershausen und Braunshausen gesperrt
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Die Straße zwischen Rengershausen und Braunshausen war nach einem verdächtigen Fund gesperrt.

Zwischen Rengershausen und Braunshausen im Grenzgebiet zwischen Hessen und NRW war am Dienstag stundenlang die Straße gesperrt und ein Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz. Weil es einen verdächtigen Fund gab, wurde ein ABC-Zug angefordert.

Braunshausen - Gegen 11.30 Uhr war dem Ordnungsamt der Stadt Hallenberg ein verdächtiger Fund gemeldet worden. Nach Angaben der Polizei im Hochsauerlandkreis hatte ein Anwohner im Bereich der Mühle Braunshausen einen ungewöhnlichen Gegenstand entdeckt. Nach eigenen Messungen des Mannes ging von diesem Gegenstand möglicherweise eine radioaktive Strahlung aus. Der Finder hatte den angeblich radioaktiven Gegenstand tief in der Erde vergraben.

Die Feuerwehr aus Hallenberg und Hesborn rückte aus und sperrte den Fundort weiträumig ab. Auch die Kreisstraße 55 zwischen Rengershausen und Braunshausen wurde gesperrt. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein ABC-Zug wurde zur Klärung der Lage angefordert. Ein ABC-Zug ist eine Spezialeinheit des Katastrophenschutzes, die bei Unglücksfällen mit atomaren, chemischen und biologischen Gefahrstoffen zum Einsatz kommt.

Bei Messungen des ABC-Zuges stellte sich dann heraus, dass von dem gefundenen Gegenstand keine nennenswerte radioaktive Strahlung ausgeht, sondern nur eine „Alltagsstrahlung“, wie es Olaf Wiesenberg, Dienstgruppenleiter der Polizei in der HSK-Leitstelle in Meschede ausdrückte. Wiesenberg: „Es war nur ein Sturm im Wasserglas.“ Gegen 15 Uhr gab die Leitstelle Entwarnung. Die Feuerwehrleute rückten ab, die Kreisstraße wurde wieder freigegeben.

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