Richter ist ihr Traumberuf

Regine Wagners Start als Leiterin des Frankenberger Amtsgerichts

Die Arbeit macht ihr Spaß: Die ehemalige Edertalschülerin Regine Wagner hat sich schon gut eingearbeitet als neue Leiterin des Frankenberger Amtsgerichts. Foto: Battefeld

Frankenberg. Die 39-jährige Regine Wagner leitet seit vier Wochen das  Amtsgericht Frankenberg. Die HNA sprach mit ihr über ihren Start.

Von Susanna Battefeld

Frankenberg. Früher büffelte sie an der Edertalschule - heute ist ihr Büro nur wenige Meter davon entfernt im Nachbargebäude: Regine Wagner, die 1997 das Abitur am Gymnasium abgelegt hat, ist seit gut vier Wochen Leiterin des Frankenberger Amtsgerichts. „Ich freue mich sehr, dass ich ernannt worden bin“, sagt die 39-Jährige. Die gebürtige Marburgerin hat sich bereits gut in ihre neue Rolle eingearbeitet.

Sie habe alles „laufend“ von ihrer Vorgängerin Andrea Hülshorst übernehmen können und habe keine großen Probleme aufarbeiten müssen. Zudem sei die Geschäftsleitung des Amtsgerichts sehr zuverlässig und erfahren. „Ich habe ein gut funktionierendes Amtsgericht mit motivierten Mitarbeitern übernommen“, lobt sie. „Ansonsten versuche ich, was kommt zu bearbeiten“, so Wagner, die schon seit Juli 2009 als Richterin am Frankenberger Amtsgericht tätig ist.

„Da ich auch vor meiner Ernennung schon als Vertreterin von Andrea Hülshorst eingesetzt war, habe ich nach und nach mitbekommen, was in der Verwaltung so passiert.“

Völlig neu seien allerdings die Beurteilungen der Beamten und Richter auf Probe, was ebenfalls zu ihren Aufgaben gehöre. Anders als ihre Vorgängerin, ist Regine Wagner für Betreuungs- und Zivilsachen zuständig. Andrea Hülshorst hatte Strafsachen bearbeitet.

„Weil außer Frau Hülshorst noch ein weiterer Richter gegangen ist, haben wir am 1. Dezember zwei neue Richterinnen bekommen“, teilt die Amtsgerichtsdirektorin mit. „Damit sind die Frauen jetzt auch bei den Richtern in der Überzahl – bei den übrigen Mitarbeitern, war es ohnehin schon so.

Richterin zu werden, war schon immer der Wunsch von Regine Wagner: „Das wusste ich schon am Ende der Schulzeit“. Die Arbeit mache ihr Spaß, weil sie sehr abwechslungsreich sei. „Ich bin jetzt seit 2005 Richterin und erlebe immer wieder Neues.“

Studiert hat die ledige Juristin an der Philipps-Universität in Marburg. Auch ihr Referendariat hat sie dort absolviert.

Im August 2005 wurde sie zur Richterin auf Probe ernannt und war zunächst - mit jeweils einer halben Stelle - am Landgericht Marburg und am Amtsgericht Schwalmstadt tätig. „Danach war ich ab Juli 2007 zu hundert Prozent am Landgericht Marburg.“ Ab 2009 sei sie dann an eine Planstelle in Frankenberg gewechselt.

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