Investoren planen 13 Eigentumswohnungen

Schandfleck in Frankenberg: Haus neben Volksbank abgerissen

Haus neben der Volksbank in Frankenberg abgerissen
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Das Haus neben der Volksbank in Frankenberg wurde abgerissen.

Das Jahrzehnte lang leer stehende Haus neben der Volksbank in Frankenberg ist Geschichte: Das Gebäude, das von vielen als Schandfleck gesehen wurde, ist diese Woche abgerissen worden. 

Frankenberg – Das Haus neben der Volksbank in Frankenberg stand im Sommer 2018 schon einmal in der Zeitung: Die HNA hatte in der Serie „Schandfleck“ über heruntergekommene Häuser und brachliegende Grundstücke berichtet. Es sei ein „Weggucker“, sagte damals ein Leser über das seit vielen Jahren leer stehende Haus an der Bottendorfer Straße.

Jetzt soll auf dem Grundstück ein Hingucker entstehen: ein fünfstöckiges Gebäude mit 13 Eigentumswohnungen. Bauherren und Investoren sind Harald Ludwig und Matthias Dornseif aus Rengershausen. Die beiden haben mit ihrer „Dornseif & Ludwig Immobilien GbR“ schon beim Umbau des Frankenberger Kinos zu Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr zusammengearbeitet.

Nach dem HNA-Bericht über den Schandfleck in der Bottendorfer Straße hatte auch Matthias Dornseif wie einige andere Interessenten den Kontakt zum bisherigen Eigentümer gesucht, einem Mann über 80, der in Göttingen in Niedersachsen wohnt. Der Senior hatte in dem Zeitungsbericht erklärt, dass er das Haus geerbt habe, sich aber nicht darum kümmern könne. Und Verwandtschaft habe er in Frankenberg nicht. Er habe sich vergeblich bemüht, das Haus zu verkaufen.

So sah das Haus an der Ecke Bottendorfer Straße/Bahnhofstraße in Frankenberg vor dem Abriss aus.

Das klappte erst nach dem Tod des Mannes, berichtet Matthias Dornseif. „Die Erben haben von meinem Interesse erfahren und sich bei mir gemeldet“, erzählt er.

Der Abriss des Hauses sei eigentlich schon für Frühjahr geplant gewesen, musste wegen behördlicher Auflagen und Corona aber verschoben werden. Am Samstag war es nun so weit: Seitdem haben zwei Bagger Dach und Wände abgerissen. „Wir würden gerne noch dieses Jahr mit dem Bauen beginnen“, sagt Dornseif, „mindestens mit der Bodenplatte.“

Bis Frühjahr 2022 soll an der Stelle ein fünfstöckiges Gebäude mit 13 Eigentumswohnungen entstehen – jeweils zwischen 66 und 135 Quadratmeter groß. Die zwölf Wohnungen im ehemaligen Kino Am Hain sind bis zu 98 Quadratmeter groß und längst alle verkauft und bewohnt.

Auf dem Grundstück wollen (von links) Matthias Dornseif und Harald Ludwig 13 Eigentumswohnungen bauen, die sie mit der Sparkasse – hier Jürgen Trumpp und Jan Ristau – vermarkten.

Wie beim Kino läuft die Vermarktung auch bei dem neuen Objekt über die Sparkasse Waldeck-Frankenberg. „Es gibt schon Anfragen, etwa die Hälfte der Wohnungen ist reserviert“, berichtet Immobilienmakler Jan Ristau. Die Nachfrage nach Wohnungen sei nach wie vor sehr groß – „vor allem so nah am Zentrum“, sagt Jürgen Trumpp vom Vorstand der Sparkasse.

Das Haus werde vier Wohngeschosse und eine Tiefgararge bekommen, außerdem einen Aufzug, berichten Matthias Dornseif und Harald Ludwig. Der Neubau werde barrierefrei und energieeffizient sein. Für den Abriss des Schandflecks hätten sie schon viele positive Rückmeldungen bekommen. (Von Jörg Paulus)

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