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Schneepflug-EM im Herbst: Frankenberger wird Sechster

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Von: Susanna Battefeld

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Horst Hildebrandt aus Geismar hat bei der Europameisterschaft der Schneepflugfahrer im österreichischen Tulln den sechsten Platz belegt.
Horst Hildebrandt aus Geismar hat bei der Europameisterschaft der Schneepflugfahrer im österreichischen Tulln den sechsten Platz belegt. © Leonie Röntgen/Hessenmobil

Der Geismarer Horst Hildebrandt von der Straßenmeisterei Frankenberg ist bei der Europameisterschaft der Schneepflugfahrer im österreichischen Tulln angetreten und hat den sechsten Platz belegt.

Frankenberg/Tulln – „Ich bin nicht enttäuscht, sondern total glücklich, dass wir überhaupt so weit gekommen sind“, sagte Horst Hildebrand nach dem zweiten Finaldurchlauf der Europameisterschaft der Schneepflugfahrer gegenüber der HNA.

Als bester deutscher Fahrer hat der 43-jährige Geismarer von der Straßenmeisterei Frankenberg bei der EM im österreichischen Tulln den sechsten Platz belegt. Insgesamt waren 27 Kandidaten aus neun Ländern angetreten. Europameister wurde der Fahrer aus Österreich.

„Wir sind stolz und total froh“, sagte auch Leonie Röntgen, Pressesprecherin von Hessen-Mobil, die in Österreich mit vor Ort war. Bei der Deutschen Meisterschaft im Schneepflugfahren 2019 hatte es der amtierende Hessenmeister Hildebrandt mit seinem damaligen Teamkollegen Florian Hampel unter die ersten Vier geschafft und sich damit für die Europameisterschaft qualifiziert.

„Bei der EM tritt kein Team mehr an, sondern nur ein Hauptfahrer“, erklärte Leonie Röntgen. Im September hatten sich die deutschen Fahrer im Trainingslager bei Koblenz auf den Wettkampf vorbereitet. „Anders als man denken könnte, wird für die Meisterschaft kein Kunstschnee produziert, um dann das Schneeschieben zu üben, sondern ein Parcours aufgebaut“, erläuterte sie. „Das heißt: Die Fahrer müssen mit dem Unimog durch eine Art Hindernisparcours fahren.“ Es gehe zum Beispiel darum, Slalom rückwärts und vorwärts zu fahren, Gegenstände positionsgenau abzustellen, eine Rampe zu bewältigen oder rückwärts an ein Hindernis heran zu fahren.

Möglichst schnell und ohne Fehler

Mit einem voll ausgestatteten Winterfahrzeug galt es, den Parcours möglichst schnell und ohne Fehler zu durchfahren. „Es wird die Zeit gestoppt, die der Fahrer für den Parcours braucht. Und es gibt Strafpunkte für Fehler – wenn etwa ein Hütchen im Slalom berührt oder verschoben wurde. Deshalb ist Schnelligkeit allein auch nicht entscheidend, Präzision ist ebenso wichtig“, betonte Leonie Röntgen.

Die EM sei auch keine „reine Spaßveranstaltung“, sondern habe einen ernsten Hintergrund: „Unsere Winterdienstfahrer müssen auch im Sommer in der Übung bleiben. In sehr engen Ortsdurchfahrten muss im Winter dann jeder Handgriff sitzen, damit nichts passiert. Mit den Meisterschaften verbinden unsere Fahrer also die Arbeit mit dem Vergnügen“, sagte Röntgen.

„Wir sind mächtig stolz auf unsere Kollegen, die sich mehr als wacker im Vergleich mit der starken europäischen Konkurrenz geschlagen haben – eine grandiose Leistung“, sagte Hessen- Mobil-Präsident Heiko Durth, der als einer der Ersten telefonisch gratulierte. (Susanna Battefeld)

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