100. Ausgabe wird gefeiert

Schülerzeitung „grammophon“ bereitet Jubiläumsausgabe in Frankenberg vor

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Bildschirmarbeit am Nachmittag: Einmal in der Woche treffen sich die Mitglieder der AG Schülerzeitung mit Beratungslehrer Andreas Klinge (hinten Mitte) im Computerraum der Frankenberger Burgwaldschule. Dort bereiten sie jetzt das 100. Heft von „grammophon“ vor.

Frankenberg – Der große Schalltrichter eines Grammophons mit Handkurbel zierte auf gelbem Papier die erste Ausgabe im Dezember 1975.

Demnächst wird an der Frankenberger Burgwaldschule Heft 100 der Schülerzeitung „grammophon“ erscheinen, die damit zu einer der ältesten, auf Papier gedruckten, von Schülern eigenständig produziert Schülerzeitungen in Hessen gehört – nicht zu verwechseln mit Schulzeitungen, die in Verantwortung von Schulleitungen herausgegeben werden.

„Wir wollen diese 100. Ausgabe gebührend feiern, indem sie 100 Seiten stark und besonders vielfältig werden soll“, sagt Andreas Kringe, Beratungslehrer der Schülerzeitungs-AG an der Burgwaldschule seit 2006.

Anders als 1975 die Gründerredaktion mit den Schriftleitern Wilfried Neuschäfer, Michael Krug und Jutta Burbeck, die für den Offsetdruck der Schülerzeitung noch alle Vorlagen mit Schreibmaschinen, Überschriften aus aufgeklebten Reibebuchstaben und Schwarzweiß-Zeichnungen selbst herstellen mussten, hat es die aktuelle Redaktion relativ komfortabel: Sie trifft sich als AG Schülerzeitung im Rahmen des Nachmittagsunterrichts mit Beratungslehrer Kringe in einem der Computerräume, wo jedes Redaktionsmitglied seinen eigenen Bildschirm hat und bei der Gestaltung alle Spielräume, die das digitale Desktop-Publishing bietet, ausprobieren kann.

Entsprechend moderner ist die äußere Erscheinung der seit Gründung von der Firma Schöneweiß in Frankenberg gedruckten und 1997 mit Platz 2 der beim Wettbewerb des Kasseler Presseclubs ausgezeichneten Schülerzeitungen geworden: Der Zeitungstitel „grammophon“ hat nicht mehr das nostalgische Gründungsprofil, sondern wird grafisch von Heft zu Heft variiert, das Format ist auf DINA-A-4 gewachsen und voller Bilder in bester Farbdruckqualität.

Für das Jubiläumsheft, das kurz vor den Weihnachtsferien im Dezember erscheinen soll, liegen schon erste Beiträge vor. „Wir wollen Rückschau halten auf das Jubiläum ‚775 Jahre Stadt Frankenberg’ und die dazu von der Burgwaldschule gestartete Kunst-Postkartenaktion, aber es gibt auch Berichte über Flüchtlingsschiffe wie die ‚Seawatch’ und das immer wieder aktuelle Problem von Schülermobbing“, sagt Andreas Kringe.

Jonas Eckel aus Klasse 8 will sich kritisch mit Computerspielen beschäftigen und hat schon viele „Für- und Gegenstimmen gesammelt“, wie er bei der Redaktionskonferenz berichtet. Alliyah kümmert sich um Nachrichten aus dem Schulleben, Leonie wird für Gedichte sorgen. „Wir suchen noch Schüler, die sich mit Bildbearbeitung gut auskennen“, sagt Marco Schombirski.

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