Silvester-Bräuche: In einigen Dörfern sagt die Jugend noch Glückwünsche auf

Wiesenfelder Dorfjugend beim Silvesterwünschen: Sie werden auch in diesem Jahr von Haus zu Haus ziehen und den Mitbürgern Glück und Gottes Segen wünschen. Dazu singen sie das Traditionslied „Verflossen ist das alte Jahr...“. In Röddenau wurde „Das alte Jahr vergangen ist...“ gesungen. Archivfoto: Völker/nh

Wiesenfeld/Röddenau. Auch in der Neujahrsnacht zu Beginn des Festjahrs „777 Jahre Wiesenfeld“ werden sie durch ihr Dorf gehen und bei jeder Familie ihren langen Spruch aufsagen, „dass Gott über euer Haus, Hof, Äcker und Wiesen möge seinen Segen ergießen, auf dass ihr mit Wunsch und Willen euer Haus und Scheunen tut füllen“.

Die Dorfjugend von Wiesenfeld ist eine der wenigen Gruppen und Burschenschaften im Frankenberger Land, die den Brauch des Silvester-Wünschens von Haus zu Haus noch lebendig hält.

Auch in Frohnhausen wollen die Burschen und Mädchen in der Silvesternacht wieder durchs Ober- und Unterdorf ziehen. In Berghofen wird ebenfalls noch vereinzelt gewünscht.

Meistens existieren aber die originellen Reimbotschaften unserer Region und Heischeverse aus der Silvesternacht nur noch in der Erinnerung älterer Einwohner, die an ihre eigenen Dorfrundgänge zum Jahreswechsel denken, nachdem sie konfirmiert worden waren.

Zum Glück haben Heimatforscher und Chronisten sie gesammelt und aufbewahrt. Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Karl-Hermann Völker

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