Spielraum-Theater zeigte „Schneeweißchen und Rosenrot“

Singende Waschfrauen erfreuten Zuschauer im Innenhof des Frankenberger Klosters Georgenberg

Singen hilft bei der Arbeit: Die Waschfrauen Blanca (Jutta Damaschke) und Rosa (Gisela Honens) vom Spielraum-Theater.
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Singen hilft bei der Arbeit: Die Waschfrauen Blanca (Jutta Damaschke) und Rosa (Gisela Honens) vom Spielraum-Theater.

Das Grimmsche Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“, nacherzählt vom Spielraum-Theater Kassel, erfreute im Innenhof des ehemaligen Klosters St. Georgenberg in Frankenberg rund 55 Kinder und ihre Eltern. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kultursommers Nordhessen statt.

Frankenberg - Zum Inhalt: So ganz einig sind sie sich nicht, die beiden Waschfrauen Rosa und Blanca, die über ihre riesigen Berge an schmutzigen Laken und Hemden schier verzweifeln. Mal heult die eine, mal zetert die andere, denn im Grunde würden sie lieber den ganzen Tag singen und tanzen.

Doch dann erinnern sie sich an das Märchen von den zwei liebenswerten Schwestern, die nach den Rosen im Garten ihrer Mutter genannt worden sind und zur Freude aller durchs Leben gehen. Den klirrend kalten Winter hindurch beherbergen sie sogar einen Bären, und später befreien sie einen – allerdings undankbaren – Zwerg aus misslichen Lagen.

Schließlich zeigt sich, dass der Bär ein verzauberter Prinz ist, dessen glitzernde Schätze vom Zwerg gestohlen worden waren.

Am Ende kommt es zu einer Doppelhochzeit, und alle sind glücklich bis ans Ende ihres Lebens.

Ohne großen szenischen Aufwand

Ohne großen szenischen Aufwand gelang es den beiden Waschfrauen, die entsprechenden Situationen plastisch zu machen.

Da wurde gegluckst, gepfiffen und geklopft, Tücher verwandelten sich blitzschnell in Tiere oder Schneelandschaften, ein antikes Bügeleisen war leicht als Zwergenbart zu erkennen, und dass die Rückseite eines Wäschekorbs den Bären darstellte, merkten auch ganz junge Besucher – spätestens dann, wenn Rosenrot sein „Fell“ kraulte.

Die Kinder verfolgten das Spiel mit großer Aufmerksamkeit und hatten offensichtlich viel Verständnis dafür, dass Rosa und Blanca das Wäschewaschen auf den nächsten Tag verschoben und lieber von ihrem persönlichen Prinzen träumten.  

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