Rettungseinsatz

Reservisten aus Fritzlar waren Ersthelfer bei Glätteunfall

Kurz nach dem Unfall: Soldaten der Bundeswehr am beschädigten Sicherheitszaun der Kaserne. Die verletzte Frau war zu diesem Zeitpunkt bereits versorgt. In der Mitte Notärztin Dr. Monika Güttinger. 

Frankenberg. Reservisten aus Fritzlar haben nach einem Glätteunfall tatkräftig geholfen. "Die Soldaten haben sich vorbildlich verhalten", lobt Presseoffizier Steffen Werner.

„Glatteis: Vier Unfälle in nur 25 Minuten“, meldete die HNA vergangene Woche. In dieser Meldung war zu lesen, dass eine 45-jährige Frau mit ihrem Renault-Kleinwagen auf eisglatter Straße in Höhe der Burgwaldkaserne von der Straße abkam und den Sicherheitszaun des Kasernengeländes durchbrochen hatte. Die Frau wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Das ist zwar nicht falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit. Nicky Herbold aus Wabern hat sich am Montag bei der HNA gemeldet und weitere Details des Unfalls geschildert. „Etwa zehn Kameraden waren innerhalb einer Minute am Unfallort, haben das Fahrzeug am Abhang gesichert, die Rettungskräfte alarmiert und zudem den Verkehr geregelt, um weitere Unfälle auf eisglatter Fahrbahn zu vermeiden“, schreibt Herbold.

Haben geholfen: (von links) Stabsfeldwebel Mario Stenger und die beiden Hauptfeldwebel Alexander Heck und André Graninsky. 

Die HNA hat mit drei weiteren Ersthelfern gesprochen: Stabsfeldwebel Mario Stenger war zum Unfallzeitpunkt „Offizier vom Wachdienst“, die beiden Hauptfeldwebel Alexander Heck und André Graninsky kamen gerade zum Dienst und waren Augenzeugen.

Alle drei Soldaten der Burgwaldkaserne zollen einer Gruppe Reservisten aus Fritzlar, die am Samstag zur Schießausbildung in der Kaserne waren, großen Respekt: „Vier oder fünf Soldaten haben das Auto am Hang mit bloßen Händen gegen weiteres Abrutschen abgestützt“, berichtet Alexander Heck. „Weitere Soldaten haben die verletzte Frau aus dem Auto geholt und auf der Straße den Verkehr geregelt, damit sich keine weiteren Unfälle ereignen“, fügt André Graninsky hinzu. Stenger, Heck und Graninsky halfen vor Ort.

„Die Soldaten waren als Erste da und haben den Unfallort als Letzte verlassen“, stellt Nicky Herbold in seinem Schreiben fest. „Alle Soldaten haben sich vorbildlich verhalten“, lobt Oberleutnant Steffen Werner, Presseoffizier der Burgwaldkaserne. „Die militärische Sicherheit der Kaserne war jederzeit gegeben.“

Hoher Schaden am Zaun

Der beschädigte Zaun wurde zunächst provisorisch gesichert. „Die Standortverwaltung wurde beauftragt, einen neuen Zaun zu errichten. Das wird innerhalb weniger Tage geschehen“, so Werner weiter. Den Schaden am Zaun hatte die Polizei auf etwa 2000 Euro geschätzt.

Die Kreisstraße 117 von Ernsthausen nach Frankenberg, die vor der Burgwaldkaserne verläuft, gilt im Winter als tückisch. Auch bei Plusgraden auf dem Thermometer tritt dort öfter Straßenglätte auf. Nahezu zeitgleich landete am Samstag eine weitere Pkw-Fahrerin in der Leitplanke. Auch in der Vergangenheit hatten sich dort schon mehrere Glatteis-Unfälle ereignet.

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