Sozialwerk will Mehrgenerationen-Hospiz in Frankenberg einrichten

Medizinisches Versorgungszentrum Frankenberg: Hier soll ein Mehrgenerationen-Hospiz eingerichtet werden. Foto: Biedenbach

Frankenberg. Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk e.V. hält an seinem Plan fest, im Medizinischen Versorgungszentrum in Frankenberg ein stationäres Hospiz einzurichten.

Wann es seine Arbeit aufnehmen kann, das hänge von den Verkaufsverhandlungen mit dem Landkreis ab, sagte Prof. Dr. Heinrich Schnatmann vom Vorstand des gemeinnützigen Vereins auf HNA-Anfrage.

Ursprünglicher Plan war, noch in diesem Jahr ein Hospiz in Frankenberg zu eröffnen. Das hatte Wolfgang Ecker von der Geschäftsführung des Sozialwerks im Mai der HNA erläutert.

Der Verein habe dem Landkreis ein Kaufangebot für die MVZ-Gebäude gemacht und auch ein entsprechendes Gutachten vorgelegt, sagte jetzt Vorstands-Mitglied Schnatmann. Er bestätigte damit zum ersten Mal öffentlich, dass es sich bei dem geplanten Gebäude um das MVZ handelt.

„Nun hängt es vom Votum des Kreises ab“, erläuterte der Vertreter des Sozialwerks zur Realisierung des Projektes.

„Wir halten natürlich an unserer Planung fest“, sagte dazu Landrat Dr. Reinhard Kubat gegenüber der HNA. Der Kreis habe eigene Wertgutachten für das Gebäude in Auftrag gegeben. Sie müssten nach der Fertigstellung im Aufsichtsrat des Kreiskrankenhauses, zu dem das MVZ gehört, beraten werden.

Zunächst hatte das Sozialwerk davon gesprochen, im MVZ, der ehemaligen Schönheitsklinik im Bockental, acht Hospizplätze einzurichten und in Korbach ein Kinderhospiz zu eröffnen. Das habe sich geändert. „Wir planen nun Mehrgenerationen-Hospize“, sagte Schnatmann der HNA.

Damit sei die Belegung flexibler und die Anfahrtswege für betroffene Angehörige seien kürzer. In Frankenberg seien nun elf Plätze geplant. Zu den Plänen für Korbach äußerte er sich nicht näher. (mab)

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