Sparkurs der Landeskirche: Nicht mehr alle Gemeindehäuser erhalten Geld

Steht noch im Bedarfsplan: Die Unterhaltung des evangelischen Gemeindehauses Auf der Burg in Frankenberg soll von der Landeskirche weiter finanziell unterstützt werden. Mit auf dem Foto: Pfarrer Horst Schiffner und Dekanin Petra Hegmann. Andere Gebäude erhalten künftig aber keine Landeskirchenmittel mehr. Foto:  Paulus

Frankenberg. Mit Beginn des kommenden Jahres wird die Unterhaltung des Jugendheims „Auf der Burg", des Gemeindehauses Ederdorf und des Gemeindehauses Hinstürz in Frankenberg nicht mehr mit Mitteln aus dem Finanztopf der Landeskirche Kurhessen-Waldeck unterstützt.

Das ist eines der Ergebnisse der jüngsten Kreissynode.

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Dekanin Petra Hegmann sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass die genannten Gemeindehäuser bis auf Weiteres in Betrieb bleiben, sie werden aber keine Mittel der Landeskirche mehr erhalten.„Für die Bauunterhaltung ist in Zukunft die Kirchengemeinde Frankenberg verantwortlich“, sagte sie. Die Gemeinde müsse nun Wege finden, wie sie die Unterhaltung auch ohne Geld der Landeskirche schaffe und sich die Frage stellen, wie lange sie die Gemeindehäuser vorhalten wolle und könne.

Die Entscheidung, die auf der Kreissynode getroffen worden ist, basiert laut Petra Hegmann auf dem Wunsch des Gesamtverbandes Frankenberg-Schreufa. Dieser habe sich dafür ausgesprochen, künftig nur noch das Gemeindezentrum Burgwald, das Gemeindehaus Schreufa und das Gemeindehaus „Auf der Burg“ in Frankenberg im Gebäudebedarfsplan berücksichtigen zu lassen.

Hintergrund sei das Bestreben der Kirchengemeinde Frankenberg, das Gemeindehaus „Auf der Burg“ zu einem zentralen Gemeindehaus um- oder auch neu zu bauen. „Das lässt sich aber nur unter der Voraussetzung umsetzen, dass die landeskirchlichen Mittel für Frankenberg konzentriert werden“, sagte Hegmann. Landeskirchenmittel müssen daher an anderer Stelle gestrichen werden.

Andere Lösung für Dekanat 

Überlegt wird zudem, ob das Dekanat, das sich ebenfalls „Auf der Burg“ in Frankenberg befindet, künftig vom Kirchenkreis übernommen wird. Das von der Kirchengemeinde unterhaltene Dekanat wurde bisher vom Kirchenkreis angemietet, die Kirchengemeinde nutzte das Gebäude teilweise selbst. Mit der Übernahme hätte der Kirchenkreis ein Gebäude, das er komplett für seine Zwecke nutzen könnte - und die Kirchengemeinde hätte ein Gebäude weniger, sie würde also finanziell entlastet.

Die Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck will bis zum Jahr 2026 insgesamt rund 50 Millionen Euro einsparen, um angesichts sinkender Mitgliederzahlen auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben (HNA berichtete).

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