Frische Luft im Klassenraum

Spende: Krankenpflegeschule Frankenberg erhält Luftreinigungsgeräte als Schutz vor Corona

Spendenübergabe: Über Luftreinigungsgeräte (weißes Gerät hinten) freuen sich (vorne von links) Brita Ziske und Horst Schmitt von der Krankenpflegeschule und Margarete Janson, Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses Frankenberg. Die Gemeinschaft-Spende stellten (hinten von links) Heinz Tripp (Firma Tripp), John Müller (Firma Finger-Haus) und Dr. Markus Pfuhl (Firma Viessmann) vor.
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Spendenübergabe: Über Luftreinigungsgeräte (weißes Gerät hinten) freuen sich (vorne von links) Brita Ziske und Horst Schmitt von der Krankenpflegeschule und Margarete Janson, Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses Frankenberg. Die Gemeinschaft-Spende stellten (hinten von links) Heinz Tripp (Firma Tripp), John Müller (Firma Finger-Haus) und Dr. Markus Pfuhl (Firma Viessmann) vor.

Luftreinigungsgeräte schützen Schüler und Lehrkräfte in der Pflegeschule am Kreiskrankenhaus Frankenberg vor Corona und anderen Viren.

Frankenberg – Gerade haben die Schüler der Abschlussklasse der Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus den Unterrichtsraum für eine viertelstündige Pause verlassen. Obwohl nicht gelüftet wurde, ist die Luft frisch. Grund: das kürzlich installierte Luftreinigungsgerät.

In einer Gemeinschaftsaktion haben die Heiztechnik-Firma Viessmann (Allendorf/Eder), das Fertighaus-Unternehmen Finger-Haus und die Heiztechnik- und Sanitär-Firma Tripp (beide Frankenberg) alle drei Schulungsräume mit solchen Anlagen ausgestattet – als Spende an das Schulzentrum.

Wie berichtet, hatte Viessmann das Luftreinigungsgerät Vitovent 200-P zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entwickelt, um damit der Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen vorzubeugen. „Das hybride Lüftungsgerät versorgt Räume dauerhaft mit Frischluft und nimmt gleichzeitig mittels HEPA-Filter eine Luftreinigung vor. Durch die permanente Luftzirkulation werden Aerosole reduziert und es verringert sich der Kohlendioxid-Gehalt“, teilt das Unternehmen mit.

Während Viessmann die Geräte gespendet hat, hat die Firma Finger-Haus, die auch das Schulzentrum errichtet hatte, die baulichen Umbauten – Wanddurchbruch und Deckenarbeiten – übernommen. Heizungsbauer Heinz Tripp hat die Geräte installiert. Rund 8000 Euro kostet seinen Angaben nach ein solches Gerät samt Einbau. Der Preis variiere je nach der baulichen Situation. Etwa alle sechs Monate sei ein Filterwechsel notwendig.

Schulleiter Horst Schmitt ist von der Technik begeistert: „Die Luftqualität ist super. Die Geräte laufen leise und stören nicht im Unterricht. Die frische Luft fördert die Konzentrationsfähigkeit.“ Das Wichtigste sei jedoch, dass die Anlage das Infektionsrisiko minimiere und so neben dem Tragen von FFP2-Masken und dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln zusätzliche Sicherheit biete. Auch die Pflegeschule habe teilweise auf Distanzunterricht gewechselt. „Doch Verbände anlegen, Blutdruck messen, Patienten positionieren – all das üben die Schüler an und mit ihren Mitschülern“, schildert der Schulleiter.

Auf einen weiteren Vorteil weist Schmitt hin: Im Sommer könne die Anlage zur Kühlung eingesetzt werden, indem man sie nachts laufen lasse und so kühlere Luft ins Klassenzimmer bringe.

Solche Luftreinigungsgeräte auch im Krankenhausbereich einzusetzen sei jedoch nicht vorgesehen, sagt Geschäftsführerin Margarete Janson. „Im medizinischen Bereich, etwa im Operationssaal, gelten ganz andere Vorschriften.“

Die Firma Viessmann hatte im November angekündigt, 50 Luftreinigungsanlagen im Gesamtwert eines sechsstelligen Betrages an Schulen und soziale Einrichtungen zu spenden. „Die meisten Geräte sind bereits eingebaut oder Einbautermine stehen fest“, informierte Dr. Markus Pfuhl von der Firma Viessmann. Auch der Verkauf von Vitovent 200-P sei angelaufen. Die Zahl der verkauften Geräte liege im dreistelligen Bereich.

Von Martina Biedenbach

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