Spitzenplatz bei Radklimatest

Marburg ist eine von Hessens fahrradfreundlichsten Städten

Beste Noten: Das vom Asta eingeführte Leihfahrrad Nextbike wird von der Stadt Marburg mitfinanziert und kann auch von Nicht-Studierenden kostenfrei genutzt werden. Jüngst eröffnete Verkehrsreferentin Tina Stoll eine neue Nextbike-Station in der Uferstraße.
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Beste Noten: Das vom Asta eingeführte Leihfahrrad Nextbike wird von der Stadt Marburg mitfinanziert und kann auch von Nicht-Studierenden kostenfrei genutzt werden. Jüngst eröffnete Verkehrsreferentin Tina Stoll eine neue Nextbike-Station in der Uferstraße.

In Hessen ist die Stadt Marburg die fahrradfreundlichste Stadt unter den Kommunen seiner Größenordnung. Das zeigt der jüngste Radklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC.

Marburg/Frankenberg – Auch im bundesweiten Vergleich konnte sich die Universitätsstadt erneut verbessern: Unter 110 Städten erreichte Marburg Platz 14. Damit kletterte die Stadt im Vergleich zum bislang letzten Radklimatest vor zwei Jahren um zehn Plätze nach oben.

Wolfgang Schuch vom Marburger ADFC erklärt sich den Aufstieg mit der wachsenden Zahl von Fahrradampeln und den neuen Radwegen in der Marburger Nordstadt, wo die Elisabeth- und die Bahnhofstraße für Radler geöffnet wurden: „Das ist ein Meilenstein“, so der Experte.

Zudem nehme die Verkehrsplanung die Radfahrenden ernst. Auf dem positiven Ergebnis im Städteranking ausruhen dürfe man sich aber nicht, warnte Schuch. Er schätzt den Anteil der Radler in Marburg inzwischen auf mindestens 15 Prozent – deutlich höher als noch vor einigen Jahren. Dies zeigt sich auch bei der Zahl der Marburger, die am Radklimatest teilnahmen - sie stieg von knapp 300 auf knapp 500.

Zu den Stärken der Stadt zählt das ursprünglich vom Asta der Universität eingeführte Angebot für Leihräder. Nachdem Marburg das Fahrradverleihsystem Nextbike so ausgeweitet hat, dass alle Bürger – auch Gäste von außerhalb – bei der Ausleihe eine halbe Stunde lang kostenlos radeln können, erreicht diese Rubrik nun Note 1,9.

In Hessen hat Marburg damit Rüsselsheim als fahrradfreundlichste Stadt unter den Kommunen in der Kategorie mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern abgelöst.

Dabei gehörte Marburg bis 2014 noch zu den fahrradfeindlichsten Städten Deutschlands (Platz 87 von 100) und hat sich seitdem im Bundesvergleich ins vordere Achtel vorgearbeitet (Platz 14 von 110). Dagegen liegt etwa die Nachbarstadt Gießen, deren Topographie das Radeln deutlich einfacher macht, inzwischen auf Platz 40.

Frankenberg konnte wegen unzureichender Teilnehmerzahl nicht am Radklimatest teilnehmen. Die Kreisstadt Korbach wurde jedoch gewertet: Sie landete mit der Note 4,43 weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz unter den hessischen Städten ihrer Größenordnung. Schwalmstadt landete im Mittelfeld.

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