Stadt erreichte beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub die Note 4,29

Fahrradklima-Test: Frankenberg sieht „noch Luft nach oben“

Symbolbild
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Die Stadt Frankenberg taucht erstmals in der Auswertung des Fahrradklima-Tests auf.

Frankenberg – Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat vor wenigen Tagen die Ergebnisse seiner Befragung für das Jahr 2020 veröffentlicht. Deutschlandweit wurden 1024 Städte und Gemeinden bewertet. Alle zwei Jahre bittet der ADFC Radfahrer, ihre Einschätzung zum Radverkehr in ihrer Stadt abzugeben.

Die Bewertung der 27 Fragen erfolgte in Form einer sechsstufigen Skala, vereinfacht kann die Bewertung als Schulnote interpretiert werden. Frankenberg erreicht die Gesamtbewertung 4,29, ist auf adfc.de nachzulesen.

Die Stadt Frankenberg hatte ihre Einwohner im vergangenen Jahr ausdrücklich zu einer Teilnahme am Fahrradklima-Test aufgerufen, erinnerte die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung, in der sie nun über die Auswertung berichtet.

Knapp 80 Personen seien dem Aufruf gefolgt, 50 seien für eine Wertung notwendig. Neben Frankenberg habe im Landkreis lediglich Korbach diesen Wert erreicht.

„Je mehr Wissen wir über Wünsche, mögliche Problemstellen und die Fahrradnutzung allgemein in der Stadt haben, desto besser können wir reagieren und planen“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß. „Frankenberg ist auf den ersten Blick sicher keine Fahrradstadt, schon wegen seiner topografischen Lage. Das soll sich aber ändern.“

Die Ergebnisse der Befragung seien erwartungsgemäß nicht besonders gut, eine durchschnittliche Gesamtbewertung von 4,29 und Platz 370 von 418 Kommunen unter 20 000 Einwohnern sei allenfalls ausreichend. „Das Ergebnis ist keine Überraschung, wir haben noch Luft nach oben“, gesteht Bürgermeister Rüdiger Heß ein.

„Wir haben im vergangenen Jahr erst das städtische Radverkehrskonzept beschlossen und die ersten Maßnahmen bereits umgesetzt. Auch die erstmalige Teilnahme am Stadtradeln hat Schwung in die Stadt gebracht. Positiv werten wir entsprechend auch die Ergebnisse der Corona-Sonderbefragung.“ Die Bewertungen speziell für das vergangene Jahr seien besser, der Mittelfeldplatz 139 die Konsequenz. Den Antworten zufolge sei in Frankenberg im vergangenen Jahr die Bedeutung des Fahrrads gestiegen.

Für dieses Jahr seien weitere Maßnahmen vorgesehen. Noch im Frühjahr soll die Mobilitätsstation an der Uferstraße in Betrieb genommen werden. Zudem ist eine bessere Wegeverbindung vom Ederdorf in Richtung Geismarer Straße vorgesehen. Zentrales Element ist dabei der Neubau einer Radfahrer- und Fußgängerbrücke von der Großen auf die Kleine Wehrweide. Voraussichtlicher Baubeginn ist im Mai.

Eine weitere Brücke über die Eder soll perspektivisch weiter flussabwärts gebaut werden, um unter anderem den Wildpark besser an die Stadt anzubinden. Auch am Stadtradeln 2021 will sich Frankenberg wieder beteiligen.  nh/jpa

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