Stadtführer rückten Unrat zu Leibe

Müll und Dreck auf dem Obermarkt in Frankenberg: Appell an Anwohner

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Mit Besen und gutem Beispiel voran: Die Frankenberg Stadtführer wollen auf Dreckecken im Stadtbild – speziell hier auf dem Obermarkt – aufmerksam machen und verabredeten sich zu einer Reinigungsaktion.

Frankenberg. Unkraut, Zigarettenkippen und achtlos weggeworfenes Papier sind ihnen schon lange ein Dorn im Auge: Jetzt haben die Frankenberger Stadtführer selbst die Initiative ergriffen.

Sie sind einen Vormittag lang mit Besen, Schaufeln und Eimern bewaffnet dem Dreck und Unrat auf dem Obermarkt zu Leibe gerückt.

Mit der Reinigungsaktion wollten sie nicht nur das „Aushängeschild“ der Stadt wieder auf Vordermann bringen, sondern auch Anwohner an ihre Pflicht erinnern, vor der eigenen Haustür zu kehren. „Wir als Stadtführer erleben sehr oft, dass es an manchen Stellen mit der Reinlichkeit nicht so weit her ist“, sagte einer der ehrenamtlichen Stadtführer der HNA. Deswegen wolle die Gruppe das Augenmerk darauf richten und mit gutem Beispiel vorangehen.

Rathaus und Steinhaus seien Mittelpunkt der Stadtführungen, da alle Besucher und Gästen dorthin kämen. Dreckecken und mangelnde Pflege fielen Gästen der Stadt dort sofort auf. „Dabei sollen die Stadtführungen doch auch Werbung für die Stadt sein“, betonen die Stadtführer.

Ein großes Problem seien die unzähligen Zigarettenkippen, die überall hingeworfen würden. Als Abhilfe schlagen die Stadtführer vor, spezielle Behältnisse zur Entsorgung aufzustellen.

Da das Kehren mit der Kehrmaschine auf dem Obermarkt durch parkende Autos und das Kopfsteinpflaster generell schwierig sei, wollen die Stadtführer auch die Anwohner in die Pflicht nehmen: „Wie in vielen Städten ist auch in Frankenberg die Reinigung vor der eigenen Haustür – bis zur Straßenmitte – Pflicht der Anlieger“, so der Hinweis der Stadtführer.

Bürgermeister Rüdiger Heß begrüßt die Aktion: „Das finde ich eine gute Sache, das war auch mit mir so abgestimmt“, sagte er auf Nachfrage. Die Stadtführer hätten bereits im Vorfeld das Gespräch mit ihm gesucht und auf Brennpunkte hingewiesen. Er hoffe jetzt, dass die Reinigungsaktion der Stadtführer Beispiel für viele Anwohner in der Altstadt werde, ihre Straßen regelmäßig vor der eigenen Haustür zu kehren. „Das bringt natürlich ein besseres Bild“, betonte er.

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