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Stadtradeln: Frankenberg hofft auf Infos für die Verkehrsplanung

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Von: Jörg Paulus

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Die Daten aus der Stadtradeln-App können den Kommunen für künftige Verkehrskonzepte nützlich sein. archi
Die Daten aus der Stadtradeln-App können den Kommunen für künftige Verkehrskonzepte nützlich sein. © Scholz & Volkmer

Die Stadt Frankenberg macht in diesem Jahr zum dritten Mal beim Stadtradeln mit. Die Fahrradaktion soll nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch Infos für die Verkehrsplanung liefern.

Frankenberg – Die Stadt Frankenberg ist in Waldeck-Frankenberg Vorreiter für das Stadtradeln: Die Aktion, die für mehr Fahrradfahren sorgen und damit etwas fürs Klima tun soll, fand schon in den vergangenen beiden Jahren in Frankenberg statt. In diesem Jahr macht erstmals der ganze Landkreis mit. Vom 13. Juni bis 3. Juli sollen die Menschen so viel wie möglich mit dem Rad fahren.

Allein für die Stadt Frankenberg haben sich bis Dienstagmittag, 14. Juni, den zweiten Tag der Aktion, schon 678 Menschen beim Stadtradeln angemeldet und insgesamt schon fast 7000 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. „Sie leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz, zur eigenen Gesundheit und zur Radförderung allgemein“, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Darin betont Bürgermeister Rüdiger Heß auch den Zusammenhang des Stadtradelns mit der Radverkehrsförderung der Stadt.

„Auf der Basis des von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Radverkehrskonzepts haben wir noch viel vor, um Frankenberg weiter fahrradfreundlich zu machen“, sagt Heß. Das Stadtradeln sei dafür ein toller Motor, denn es motiviere die Menschen quer durch die Gesellschaft, in Alltag und Freizeit öfter das Fahrrad zu nutzen. Wie beim Radfahren brauche man auch für das Radverkehrskonzept einen langen Atem, sagt Heß, denn die wenigsten Maßnahmen seien von heute auf morgen direkt umsetzbar.

„Gerade da, wo baulich etwas verändert werden muss, benötigen wir Zeit. Bei allen Baumaßnahmen der letzten Jahre haben wir den Radverkehr aber schon konsequent mitgedacht“, sagt Heß und nennt die Bottendorfer Straße, die Uferstraße und die Wehrweide. „Das Ziel ist ein Netz an sicheren und direkten Fahrradwegen in der Stadt und in den Stadtteilen.“

Jeder gefahrene Kilometer zählt

Anmelden und Aufsteigen ist beim Stadtradeln in Waldeck-Frankenberg bis zum Schluss noch möglich, denn jeder in den drei Wochen gefahrene Kilometer zählt. Gefahrene Kilometer werden am einfachsten über die kostenfreie Stadtradeln-App erfasst, alternativ können Radelnde die Kilometer auch manuell auf stadtradeln.de eintragen.

Die Stadtradeln-App habe einen weiteren Vorteil, teilt die Stadt Frankenberg mit, denn sie zeichnet anonym die gefahrenen Wege auf: „Die getrackten Strecken werden durch eine maßgeblich von der TU Dresden entwickelte Methode wissenschaftlich aufbereitet. Die Daten werden den teilnehmenden Kommunen im Nachgang für ihre Verkehrsplanung zur Verfügung gestellt“, erläutert die Stadtverwaltung. „Die Stadt erfährt so, wo besonders viele Radelnde unterwegs sind, wo es flüssig läuft oder wo man auf dem Rad ausgebremst wird. Das hilft dabei, den Bedarf auf einzelnen Strecken für die zukünftige Planung besser einzuschätzen.“  

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