Mitorganisator Bernd Kater bemängelt die Eintönigkeit anderer Festivals 

Interview: Street-Food-Festivals wie das Frankenberger liegen im Trend 

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Steht selbst auf vielen Street-Food-Festivals am Grill: Bernd Kater von Bigfood-BBQ. Bei geringer Temperatur (110 Grad) wird im Smoker das Fleisch bis zu 30 Stunden mit Buchenholzrauch behandelt. 

Frankenberg. Das erste Frankenberger Street-Food-Festival findet am Wochenende in der Bahnhofstraße statt. Wir haben uns mit Mitorganisator Bernd Kater von Bigfood-BBQ über zu viele Burger, Abwechselung und Frische unterhalten. 

An vielen mobilen Imbissbuden gibt es am 7. und 8. April Speisen aus aller Welt auf die Hand. Veranstalter ist Bigfood-BBQ and Friends in Kooperation mit dem Kaufmännischen Verein und der Stadt Frankenberg. Hinter Bigfood-BBQ stehen die Brüder Kater aus Schwalmstadt, die mit ihrem Smoker-Grill auch selbst vor Ort sein werden. 

Wie sind Sie denn zum Organisieren von Street-Food-Festivals gekommen?

Bernd Kater: Die Idee ist eigentlich aus der Not geboren. Wir sind mit unseren XXL Bigfood-BBQ Smoker-Grill in den vergangenen drei Jahren schon in ganz Deutschland unterwegs und auch auf Street-Food-Festivals gewesen und haben festgestellt, dass es da einige Probleme gibt. Das wollten wir ändern.

Was sind die Probleme?

Kater: Oft fehlt es an Ausgewogenheit. Da haben Sie auf manchen Festivals zum Beispiel 30 Stände stehen. Aber die meisten sind Burger und dazu dann noch ein paar mit Eis. Das ist weder für den Besucher spannend, noch für die Standbetreiber gut. Da profitiert eigentlich nur der Veranstalter. Das wollen wir nicht. Wir achten darauf, dass an unseren gut 20 Ständen unterschiedliche Speisen angeboten werden. Wir haben zwar in Frankenberg auch zwei Burgerstände, aber von jedem anderen gibt es nur einen.

Wie suchen Sie denn aus, wer einen Stand auf ihrem Festival stellen darf?

Kater: Wir sind gut vernetzt und kennen genug Leute, um unsere Plätze zu füllen und den Besuchern spannendes und gutes Essen zu bieten. Ich finde, bei Streetfood sollte das Essen von den kleinen Garküchen, wie man sie zum Beispiel in Asien am Straßenrand oft findet, inspiriert sein. Es ist uns wichtig, dass die Leute ihre Speisen möglichst komplett selber herstellen, vor Ort frisch kochen und nicht einfach zugekaufte und bereits vorher zubereitete Speisen an den Mann oder die Frau bringen.

Bei Ihnen gibt es zum Beispiel aber auch Waffeln, die in vielen deutschen Cafés serviert werden und wenig von den Kontinenten Afrika und Asien.

Kater: Das stimmt, bei uns sind die Waffelschwestern aus Gießen. Aber wir achten schon darauf, dass es bei den Speisen immer einen besonderen Dreh gibt. Eigentlich war für Frankenberg auch ein afrikanischer Stand eingeplant, aber der Herr musste dann leider doch die Hochzeit seiner Schwester besuchen. Bedauerlicherweise haben wir auch festgestellt, dass viele nach solchen Ständen verlangen, aber sich dann doch beim Burger und dem was sie kennen anstellen. Das ist schade und hat dazu geführt, dass sich viele Anbieter mit Speisen aus diesen Regionen wieder zurückgezogen haben.

Service: 

Los geht es am Samstag und Sonntag um 11 Uhr. Am Samstag wird an den Ständen bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr Essen verkauft. Anlässlich des Festivals hat das Museum im Klostergarten samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Auch die Geschäfte in der Bahnhofstraße und der Fußgängerzone sind am Sonntag ausnahmsweise von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Festival ist kostenfrei und es wird Livemusik gespielt. (mia)  

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