Rückschau auf zwei Krisen-Jahre

Tafel Frankenberg: Corona erschwerte die Ausgabe der Lebensmittel

Im neu gewählten Vorstand des gemeinnützigen Vereins Tafel Frankenberg, der Bedürftige in der Region mit gespendeten Lebensmitteln versorgt, arbeiten künftig mit (von links) Bernd Koch, Annette Viessmann, Friedhelm Vaupel, Ortrud Gelbke, Petra Hegmann, Michael Klawuhn, Reiner Biebighäuser, Birgit Belohlavek-Hesse und Friedhelm Hoffmann.
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Im neu gewählten Vorstand des gemeinnützigen Vereins Tafel Frankenberg, der Bedürftige in der Region mit gespendeten Lebensmitteln versorgt, arbeiten künftig mit (von links) Bernd Koch, Annette Viessmann, Friedhelm Vaupel, Ortrud Gelbke, Petra Hegmann, Michael Klawuhn, Reiner Biebighäuser, Birgit Belohlavek-Hesse und Friedhelm Hoffmann.

Die Corona-Krise mit dem ersten Lockdown im März 2020 zwang auch den Frankenberger Tafelladen, seinen Betrieb einzustellen. Mit der Wiederaufnahme im Mai/Juni 2020 musste vieles umorganisiert werden.

Frankenberg – Dekanin Petra Hegmann, bisherige Vorsitzende der Tafel Frankenberg, wird sich auch weiterhin an der Spitze des 271 Mitglieder zählenden gemeinnützigen Vereins und einem großen Team von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dafür einsetzen, dass in der Region bedürftige Personen mit gespendeten Lebensmitteln versorgt werden. Nach zweijähriger pandemiebedingter Zwangspause fand erstmals wieder im evangelischen Gemeindehaus Hinstürz eine Jahreshauptversammlung des Tafel-Vereins statt, bei der sie einstimmig wiedergewählt wurde.

Die Corona-Krise mit dem ersten Lockdown im März 2020 zwang auch den Frankenberger Tafelladen, seinen Betrieb einzustellen, berichtete die Vorsitzende. „Einerseits wollte niemand die Kunden im Stich lassen, andererseits war die Gefährdungslage bei allen Unklarheiten nicht von der Hand zu weisen.“

Mit der Wiederaufnahme des Tafelbetriebes im Mai/Juni 2020 musste vieles umorganisiert werden: ein deutlich verkleinertes Sortierteam, die Ausgabe erfolgte mit Zutrittsregelungen für die Kunden zunächst im Freien, und dann wieder in den Tafelräumen. „Plexiglasscheiben, Mundschutz, Desinfektionsmittel und später auch Selbsttests hielten Einzug“, schilderte sie.

Ungeachtet dessen sei die Unterstützung der Tafel durch Spenden von Firmen, Organisationen und Privatpersonen nach wir vor sehr gut. „Dafür möchte ich mich im Namen aller Vorstandsmitglieder sehr herzlich bedanken“ sagte die Dekanin. Unter anderem habe die Firma Viessmann ein fest installiertes Entlüftungsgerät für den Sortierraum zur Verfügung gestellt. Für die anderen Räume wurden mobile Lüftungsgeräte angeschafft.

Suche nach Fahrern

„Mein Dank gilt auch den Mitarbeitenden in Sortier- und Fahrerteam sowie im Büro und in der Reinigung. Corona hat die tägliche Arbeit nicht leichter gemacht, die Schichten sind anstrengender geworden, weil sich die Arbeit auf weniger Menschen verteilt.“

Aktuell sei die Tafel Frankenberg deshalb auch auf der Suche nach weiteren Fahrerinnen und Fahrern, die stundenweise beim Einsammeln der Lebensmittel in Märkten und Bäckereien mithelfen könnten. Gern würde der Verein auch eine geringfügig beschäftigte Geschäftsführung auf der Basis eines Minijobs anstellen, die an zwei Tagen der Woche im Büro anwesend sein müsste, gab Hegmann bekannt.

Großen Fortschritt hat, wie sie lobte, der Tafel-Verein im Bereich der Digitalisierung gemacht: Werner Hoffmann stellte den von ihm betreuten Bereich mit Homepage, vereinfachter Verwaltungs-Software, gedruckten Tafelausweisen und gut organisierten Ausgabeabläufen für die derzeit etwa 600 Personen an den Ausgabeorten Frankenberg, Gemünden und Hallenberg vor.

Auch finanziell habe das Corona-Jahr 2020 bei bleibenden Miet- und Kostenbelastungen den Tafel-Verein sehr belastet, stellte Schatzmeisterin Birgit Fackiner in ihrem Finanzbericht fest. Dank laufender Einnahmen und vieler Spenden sei das Minus wieder gut aufgeholt werden, und sogar die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs sei möglich geworden, berichtete sie. Nach den Berichten der Kassenprüfer Kurt Belohlavek und Birgit Belohlavek-Hesse wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Neuwahlen und Dank an ausscheidene Vorstandsmitglieder

Auf eigenen Wunsch schieden die langjährigen Tafel-Vorstandsmitglieder (von links) Dieter Ohlsen, Birgit Fackiner und Ernst-Dieter Mankel aus. Petra Hegmann würdigte sie als verlässliche Partner. Es fehlt: Annette Hoffmann.

Nach langjähriger Mitarbeit im Vorstand des Vereins Tafel Frankenberg schieden auf eigenen Wunsch Dieter Ohlsen, Ernst-Dieter Mankel, Birgit Fackiner und Annette Hoffmann aus. Ihnen sprach Dekanin Petra Hegmann im Namen aller Mitglieder Dank und Anerkennung für „ihre große Treue als verlässliche Partner sowie die jahrelange konstruktive Zusammenarbeit“ aus.

Unter der Leitung von Lothar Czeczatka wählte die Tafel-Mitgliederversammlung den Vorstand neu: Petra Hegmann (Vorsitzende), Friedhelm Vaupel (Stellvertreter), Rainer Biebighäuser (Schriftführer) und Werner Hoffmann (Schatzmeister). Als Beisitzer wurden Annette Viessmann, Birgit Belohlavek-Hesse, Ortrud Gelbke, Michael Klawuhn, Bernd Koch und Karl-Hermann Völker gewählt. Als Kassenprüfer wurden Hildegard Koch und Karl-Heinz Leser benannt.

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