Theater-AG der Edertalschule probt für ihre neue Komödie Alice

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Seit Wochen wird intensiv geprobt: Ihr Stück „Alice“ mit allen Figuren, Texten, Plakaten, Musik und Bühnentechnik haben die Mitglieder als Projekt gemeinsam entwickelt. Das Foto entstand bei einer Szenenprobe mit Spielleiter Thorsten Jech (hinten links). (Für volle Ansicht bitte auf das Bild klicken.)

Frankenberg. Mit „Alice", einem absurden und grotesken Zukunftsausblick, will die Theater-AG der Edertalschule ihr Publikum unterhalten. Die Premiere ist am 29. April.

Frankenberg. Schon in den Osterferien begannen Techniker und Akteure mit dem Bühnenaufbau, jetzt läuft der Countdown mit Sprechproben und ersten Szenenbildern. Zwölf Jahre nach „Dracula“ ist sie mit diesem Projekt nach vielen erfolgreichen Aufführungen im ehemaligen Dampfmaschinenmuseum in Schreufa und in der alten Thonet-Werkshalle in die Kulturhalle an der Edertalschule zurückgekehrt.

Für ihr selbst entwickeltes Stück haben sich die Schüler als Handlungsort eine Einkaufs-Mall gewählt. „Sie hat den traditionellen Marktplatz abgelöst. Insofern verdichtet sie als Spielort unser Thema“, sagt Spielleiter Thorsten Jech. In diesem Mikrokosmos wollen die Jugendlichen das Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage sichtbar machen. „Wir wollen auf unsere Art zeigen, wie die Welt funktionieren könnte, wenn der Kapitalismus zur absoluten Lebensmaxime geworden ist.“

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Teenager Alice. Viele Bezüge gibt es zu Lewis Carrolls Romanen „Alice im Wunderland“ (1865) und „Alice hinter den Spiegeln“ (1871), hier aber in einer Art „Wunderland 2.0“: Konsumgeile Teenager, ehrgeizige Geschäftsleute, skrupellose Bosse, in Versen sprechende Polizisten, finanziell klamme Mitglieder einer Kommune - sie bevölkern eine bunte Bühnenlandschaft mit Shops, Rutsche, Sparschwein und Zelt. Die Theater-AG lässt ihre moderne Alice auf einige von Carrolls Figuren wie Hutmacher, Märzhase, die Zwillinge Tweedledum und Tweedledee und Grinsekatze treffen.

Die Theater-AG nutzte zwei Freizeiten und viele wöchentliche Probentermine, um die Szenen zu entwickeln. Alle 44 Mitwirkenden waren als Arbeitsgemeinschaft an dem Projekt von der ersten bis zur letzten Schraube am Aufbau beteiligt. Immer wieder schauten dabei auch Ehemalige vorbei, die hilfsbereit mit anpackten. „Wir haben dabei sehr viel Spaß gehabt und hoffen, dass auch das Publikum seine helle Freude an unseren Ideen hat“, erzählt Theaterpädagoge Jech. „Diese kreativ-subversive Bande entwickelte so viele absurde Ideen, dass wir Mühe hatten, alle in unserer Spielfassung unterzubringen.“

Nebenbei zeigten alle Darsteller, dass sie auch Liedtexte entwickeln und wirkungsvoll selbst vortragen können. Die Theater-AG verspricht ihrem Publikum: „Absurder Humor, groteske Szenen, viel Gesang, epische Kommentare - mit Dürrenmatt ließe sich sagen: Uns kommt nur noch die Komödie bei!“

Weitere Termine und Karten

Die Premiere von „Alice“ am Samstag, 29. April, in der Frankenberger Kulturhalle, Geismarer Str. 26, ab 20 Uhr wird bereits ab 19.15 Uhr durch einen Auftritt der Rock-AG der Edertalschule eingeleitet. Weitere Aufführungen sind jeweils ab 20 Uhr am Sonntag, 30. April, Mittwoch, 3. Mai, Freitag, 5. Mai und Sonnabend, 6. Mai.

Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt sechs Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Jakobi, im Lädchen gegenüber von der Schule, in der Buchhandlung Hykel sowie online.

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