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Trotz Kälte Tausende Besucher beim Street-Food-Festival in Frankenberg

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Von: Gerhard Meiser

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Guten Appetit: Jürgen Görtz aus Köln ließ sich einen saftigen Fleischspieß schmecken.
Guten Appetit: Jürgen Görtz aus Köln ließ sich einen saftigen Fleischspieß schmecken. © Gerhard Meiser

Trotz Schnee und Kälte kamen am Wochenende doch 4000 bis 5000 Besucher zum Street-Food-Festival nach Frankenberg.

Frankenberg – Wintereinbruch und eiskalte Temperaturen: Das Wetter spielte dem 3. Street-Food-Festival in Frankenberg am Wochenende mit verkaufsoffenem Sonntag der Kaufleute nicht unbedingt in die Karten. „Es ist eher weihnachtlich. Das haben die Veranstalter nicht verdient“, kommentierte Mario Eckstein vom „Spieße-Kombinat“ das winterliche Bild. Den Ausstellern grätschte auch noch Corona dazwischen:

„Wegen Infektionen mussten einige Foodtrucks und Standbetreiber kurzfristig absagen. Das war echt ärgerlich“, erklärte Organisator Bernd Kater von Bigfood BBQ aus Schwalmstadt. Auch ein Fritten-Stand konnte nicht kommen: „Es gibt kein Speiseöl.“

Am Sonntag wurde es aber besser, da war dann viel Betrieb in der Fußgängerzone. Bei fünf Grad schaute die Sonne vom Himmel und so bummelten laut Veranstalter den ganzen Tag über vier- bis fünftausend Menschen über die kulinarische Meile, schlemmten Fleisch- und Garnelenspieße, Chicken-Burger, deftiges Pulled Pork oder italienische Porchetta. Alles wurde frisch und heiß zubereitet, trotz des reduzierten Angebots hatten die Besucher die Qual der Wahl.

Street-Food-Festival: Trotz des winterlichen Wetters bummelten am Sonntag vier- bis fünftausend Besucher über die kulinarische Schlemmermeile in Frankenberg. An den Ständen herrschte viel Andrang.
Street-Food-Festival: Trotz des winterlichen Wetters bummelten am Sonntag vier- bis fünftausend Besucher über die kulinarische Schlemmermeile in Frankenberg. An den Ständen herrschte viel Andrang. © Gerhard Meiser

Insgesamt zwölf Stände boten ihre Spezialitäten an, ein Renner waren vor allem heiße Getränke wie Erdbeerbowle, Obstwein oder Kaffee-Creme mit Amaretto. Heißes tat gut gegen die Kälte, die Verkäufer von kaltem Bier hatten dagegen – im wahrsten Sinne des Wortes – einen schweren Stand.

Über das Street-Food-Festival freute sich auch Jürgen Görtz aus Köln. Zusammen mit seiner Ehefrau verbrachte er ein langes Wochenende in Frankenberg. „Glück gehabt, dass wir das Festival erleben dürfen“, genoss er gerne die kulinarischen Feinheiten. Auch von der Fußgängerzone war Görtz begeistert: „Es ist einfach toll hier.“ Ein Bummel durch die Geschäfte beim verkaufsoffenen Sonntag gehörte mit zu seinem „Erlebnisprogramm“. Derweil genoss Holger Michel aus Paderborn die Poffertjes, Pfannkuchen aus den Niederlanden zusammen mit einem holländischen Kaffee mit Eierlikör und Sahnehaube.

Auch für viele Familien war das Festival ein Vergnügen. Florian und Mandy Engelke flanierten mit Kind und Kegel und mit Freunden über Bahnhofstraße und Fußgängerzone: „An den Ständen wollen wir viele Spezialitäten kosten. Jeder wird etwas anderes probieren.“ Heike und Oliver Dannler aus Burgwald hatten ihre Nichte Tova dabei – die Siebenjährige ließ einen Crêpe mit süßem Aufstrich schmecken. Petra Rampe und Sohn Thorsten aus Bottendorf kauften Herzhaftes ein: Schinken von „Genuss-Gusto“.

An beiden Tagen genossen die Besucher auch die Musik des englischen Musikers Phil Cory. Der Sänger und Songwriter aus Liverpool wanderte mit seiner Gitarre durch die Fußgängerzone und hatte etliche Hits im Repertoire. Mitunter stand Cory auch mal mitten in einem Schneehaufen.

„An mehr als 10.000 Besucher wie vor drei Jahren war bei dem winterlichen Wetter diesmal nicht zu denken. Die Aussteller sind aber alle zufrieden“, bilanzierte letztlich Organisator Bernd Kater. „Am Samstag hatten wir Street-Food bestellt und einen weißen Weihnachtsmarkt bekommen, ein Aussteller hatte sogar auf Glühwein umgestellt.

Dafür war der Sonntag schön sonnig. Deshalb konnten sich beim verkaufsoffenen Sonntag auch die Geschäfte über eine gute Resonanz freuen“, kommentierte Kaufleute-Chef André Kreisz die beiden Tage. Trotz des kühlen Wetters sei der Saisonstart erfolgreich eingeläutet worden. Eine Auffälligkeit am Rande: In den Läden wurden von den Kunden nahezu ausnahmslos FFP-2-Masken getragen. Auch ein Corona-Testcenter konnte genutzt werden.  

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