TV-Kabarettist Sebastian Pufpaff kommt nach Frankenberg

Sebastian Pufpaff: Er gilt als scharfzüngig, hintersinnig und politisch herrlich unkorrekt. Foto: Manuel Berninger/nh 

Frankenberg. TV-Kabarettist Sebastian Pufpaff tritt am 2. Februar mit seinem Soloprogramm „Auf Anfang“ in Frankenberg auf. Im Interview mit der HNA erzählt er, warum er dank Putin, Erdogan und Trump derzeit in Goldgräberstimmung ist.

Herr Pufpaff, die meisten fragen Sie erstmal, ob das Ihr wirklicher Nachname ist.

Pufpaff: Das stimmt.

Hat der Name für Sie den Weg in die Welt der Comedy ein bisschen mit geebnet?

Pufpaff: Nicht ernst genommen zu werden, bzw. als Vorlage für einen Lacher zu dienen, ist sehr hilfreich in meinem Gewerbe, insofern kann man wirklich sagen: Ja, mein Nachname ist ein großes Glück. Auch marketingstrategisch ist er ein perfektes Alleinstellungsmerkmal mit hoher Wiedererkennung.

Sie haben Ihr Studium der Politikwissenschaften in Bonn mit einer Magisterarbeit über „Der moderne Politiker - Inszenierung in der Demokratie“ abge-schlossen. War das der Stoff, der Kabarettisten befeuert?

Pufpaff: Alles sollte den Kabarettisten befeuern, die Inszenierung in der Politik und Gesellschaft ist also nur ein kleiner Teil aus der Informationsflut, aus der der Kabarettist schöpft.

Sind das nicht schwere Zeiten für Kabarettisten: Trump kommt. Gauck geht. Merkel bleibt?

Pufpaff: Überhaupt nicht, ich bin in Goldgräberstimmung.

Zum Beispiel?

Pufpaff: Sehen Sie sich die Skatrunde der Despoten an: Putin, Erdogan, Trump - und Assad bringt die Getränke. In einer Welt aus Höckes, Winterkorns und Gina-Lisa Lohfink ist mein einziges Problem, dass die Witze schon von den Verursachern selbst gemacht werden. Da muss man schon fast kreativ werden.

Ihr Solo-Programm in Frankenberg heißt: „Auf Anfang“. Anlass für Optimismus?

Pufpaff: Immer. Ich verspreche Ihnen, dass Sie mit einem optimistischen Lächeln den Saal verlassen werden, wenn Sie nicht schon zur Pause gegangen sind.

Sie hatten in jüngster Zeit nicht nur auf der Bühne, sondern mit ihren TV-Auftritten in „Pufpaffs Happy Hour“ und in der ZDF „heute show“ großen Erfolg. Das Publikum verlieh Ihnen den „Prix Pantheon“, den „Bielefelder Kabarettpreis“, Sie sind nominiert für den Grimme-Preis, was stehen für weitere Preise an?

Pufpaff: (Lacht) Ich habe massenhaft Preise, für einen Auftritt im Fernsehen nehme ich 250 Euro und eine warme Mahlzeit. Baumärkte eröffne ich für Verzehrbons, nur Möbelhäuser, die haben mir Thomas Gottschalk und Guido Cantz weggeschnappt, die mach’ ich umsonst, um da auch einfach mal wieder reinzukommen in den Markt.

Sind Sie schon mal im Waldeck-Frankenberger Land gewesen?

Pufpaff: Eine sehr gute Freundin hat in Marburg studiert und dementsprechend hat es mich recht oft in diese Richtung verschlagen.

Die HNA verlost am Dienstag, 24. Januar, Freikarten für Pufpaffs Auftritt in Frankenberg. Die Infos zum Gewinnspiel finden Sie in der gedruckten Frankenberger Ausgabe.

Karten im Vorverkauf für das Gastspiel mit Sebastian Pufpaff gibt es in der Buchhandlung Jakobi in Frankenberg für 15, 19 und 22 Euro und an der Abendkasse für 18, 22 und 25 Euro. Jugendliche zahlen die Hälfte.

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