5000 Quadratmeter großes Gelände

Mit dem Rad über Erdhügel: Dirt-Park in Frankenberg eröffnet

Neues Freizeitangebot in Frankenberg: (vorne von links) Margarita Gille vom Jugendhaus, Gerhard Helminiak von der Stadt Frankenberg, Evelyn Jacobs vom Familienbüro und Bauamtsleiter Karsten Dittmar freuen sich über die Eröffnung des neuen Dirt-Parks. Im Hintergrund der 19-jährige Max Maurer aus Frankenberg, der den Park testet – allerdings mit einem BMX-Rad und nicht mit einem speziellen Dirt-Rad. Foto: Battefeld

Frankenberg. Das Sportgelände an den Frankenberger Ederauen ist um eine Attraktion reicher:

Nach längerer Planungs- und Bauphase ist dort neben dem bereits vorhandenen Skatepark ein rund 5000 Quadratmeter großer „Dirt-Park" entstanden, also eine Anlage in der man mit speziellen Fahrrädern über aufgeschüttete Erdhügel fahren und springen kann.

Das 3500 Euro teure Projekt wurde zwar mit Mitteln des Modellprojekts „Familienstadt“ finanziert, initiiert, geplant und in Eigenleistung federführend umgesetzt wurde es jedoch von Jugendlichen, die damit für sich und andere ein zusätzliches kostenloses Freizeitangebot geschaffen haben.

Vier „aktive Jugendliche“ seien bereits 2011 mit dem Wunsch nach einem Dirt-Park an die Stadt herangetreten, sagte Evelyn Jacobs vom Familienbüro bei der offiziellen Einweihung der Anlage. Nach einer längeren Planungsphase habe das Technische Hilfswerk ein von den Jugendlichen erstelltes Modell planerisch umgesetzt. Mit Unterstützung durch die Baufirma Mitze und den städtischen Bauhof - es mussten schließlich rund 400 Kubikmeter Erde bewegt werden - hätten die Jugendlichen den anschließenden Bau dann in Eigenleistung geschafft. „Wir sind jeden Mittwochnachmittag hierher gefahren und haben Schubkarren voll Erde hin und her gefahren und Steine ausgelesen“, berichtete Margarita Gill vom Jugendhaus, die die Jugendlichen betreut.

Auch die erforderlichen Berechnungen seien von den Jugendlichen, teilweise in Interaktion mit den örtlichen Schulen, selbst vorgenommen worden, ergänzte Bauamtsleiter Karsten Dittmar. So hätten die Jugendlichen unter anderem die erforderlichen Massen ermittelt, die für die Erdhügel gebraucht wurden. „Die Mulden sind genau darauf ausgelegt, dass sie dem Flugradius der Räder angepasst sind“, erklärte er.

Die Benutzung des Parks erfolge auf eigene Gefahr, sagte Evelyn Jacobs. „Geöffnet ist tagsüber - im Hellen“, betonte sie. „Wir hoffen, dass die Jugendlichen die Anlage auch sauber halten, weil sie ja auch von ihnen selbst gebaut wurde“, sagte Dittmar, der das zusätzliche Freizeitangebot „ohne zwingende Vereinszugehörigkeit und ohne feste Trainingszeiten“ begrüßte.

Auch die Stadtjugendpflege will sich weiter um die Anlage kümmern: „Wie werden das wohl beibehalten, dass wir mittwochsnachmittags hierher fahren und nachschauen, ob alles in Ordnung ist, sowie kleinere Instandhaltungsarbeiten vornehmen“, kündigte Margarita Gill an.

Erfreut über den neuen Dirt-Park zeigte sich auch Bauamtsmitarbeiter Gerhard Helminiak, der in Vertretung für Bürgermeister Rüdiger Heß zur Einweihung gekommen war: „Hier ist mit wenig Geld viel geschaffen worden“, lobte er. (bs)

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