Abbildung auf Einsatzfahrzeugen

Ungewöhnliche Werbung: Feuerwehr sucht Mitglieder mit QR-Code

Zeigen den QR-Code auf einem Einsatzfahrzeug der Frankenberger Feuerwehr: Pressewart Florian Oberlies (links) und sein Bruder Steffen Oberlies, der stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Frankenberg ist. Foto: Hoffmeister

Frankenberg. Neue Wege bei der Mitgliederwerbung geht die Frankenberger Feuerwehr. Unter anderem mit QR-Codes auf den Einsatzfahrzeugen.

„Seit November haben wir unsere Homepage aktualisiert“, sagt Pressewart Florian Oberlies. Wer sich für die Arbeit der Feuerwehr interessiert, kann sich im Internet zum Beispiel über aktuelle Einsätze, die Struktur der Wehr, technische Ausrüstung und verschiedene Lehrgangsangebote informieren.

Frühzeitig erkannt hat die Spitze der Frankenberger Feuerwehr um Stadtbrandinspektor Martin Trost, Wehrführer David Tschirner und dessen Stellvertreter Steffen Oberlies, dass sich die Feuerwehr angesichts des demografischen Wandels aktiv um die Nachwuchsförderung bemühen muss.

„Komm und mach mit“, lautet das Motto einer Werbekampagne. Clou ist ein so genannter QR-Code auf vier Einsatzfahrzeugen. Wer diesen Code mit seinem Smartphone abfotografiert und mit einer App dechiffriert, der landet auf der Homepage der Frankenberger Feuerwehr.

„Viele denken, wir seien eine Berufsfeuerwehr“, sagt der stellvertretende Wehrführer Steffen Oberlies (28), der als Diplom-Ingenieur beim Heiztechnik-Unternehmen Viessmann in Allendorf/Eder beschäftigt ist. Sein Bruder Florian (25) absolviert eine Ausbildung bei der Firma Günther Heißkanaltechnik in Frankenberg.

Bei Einsätzen sei das Interesse der Öffentlichkeit an der Arbeit der Feuerwehr „schon groß“, sind die beiden jungen Feuerwehrleute überzeugt. So sei man auf die Idee gekommen, den QR-Code auf den roten Einsatzfahrzeugen zu platzieren. Unterstützt wurde die Wehr dabei von der Frankenberger Firma Lind Werbetechnik. „Die haben uns die Aufkleber kostenlos zur Verfügung gestellt“, berichtet Florian Oberlies.

Über die Homepage hinaus gibt es auch eine Facebook-Gruppe, die ebenfalls in erster Linie junge Leute ansprechen soll. Auch bei öffentlichen Anlässen wie dem Frankenberger Familien-Aktionstag informiert die Feuerwehr über ihre Arbeit.

Oft gebe es Hemmschwellen, sagt Steffen Oberlies. „Wer schon mal woanders bei der Feuerwehr war, kommt nicht automatisch zu uns. Und wer zum Beispiel aus einem kleineren Ort kommt, hat eventuell Hemmungen, sich bei einer Kernstadt-Wehr zu melden.“

Die Einsatzabteilung der Frankenberger Feuerwehr zählt aktuell etwa 60 Mitglieder, darunter auch einige Frauen. „15 bis 20 Leute sind jünger als 30 Jahre. Da unternimmt man auch mal gemeinsam etwas“, berichtet Steffen Oberlies. In der jüngeren Vergangenheit habe man viele Mitglieder unter 25 Jahren hinzu gewonnen. Und zwar nicht nur aus der Jugendfeuerwehr, es gebe auch einige „Quereinsteiger“.

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