Urlaubsbilanz: Waldeck-Frankenberger reisten trotz Krise nach Griechenland

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Urlaubsexperte: Burghard Lauterbach vom Holiday-Land in Frankenberg. „Spanien ist der große Gewinner dieser Saison“, sagt er.

Waldeck-Frankenberg. Trotz der Finanzkrise und der Flüchtlingsströme in Griechenland und des Grenzkonflikts der Türkei mit Syrien haben Waldeck-Frankenberger in diesem Sommer in diesen Ländern Urlaub gemacht. Das ergab eine HNA-Recherche in heimischen Reisebüros.

Das ergab eine HNA-Recherche in heimischen Reisebüros.

Griechenland und die Türkei hätten aufgrund der Konflikte eine kleine Verschnaufpause eingelegt, sagt Burghard Lauterbach vom Reisebüro Holiday-Land in Frankenberg. „Das war jedoch nur zwei bis drei Wochen ein Thema, danach wurden beide Länder wieder gut und gern gebucht.“

Allerdings sei Tunesien nach den dortigen Anschlägen als Urlaubsziel „komplett weggebrochen“, sagt Lauterbach. „Selbst die guten Preise, die die Tunesier derzeit machen, helfen nicht.“ Das bestätigt Michael Heydasch vom Tui-Reisecenter in Frankenberg: „Nach dem Anschlag wurden alle noch nicht abgereisten Gäste umgebucht. Es gibt auch keinerlei Anfragen für Neubuchungen.“

Derzeit kämen immer wieder Fragen zur Flüchtlingssituation auf der griechischen Insel Kos. „Durch die Berichterstattung in den Medien sind die Kunden völlig verunsichert statt objektiv informiert“, sagt Heydasch. Natürlich könne man die Situation nicht zerreden, aber die Flüchtlinge würden, so weit es gehe, aus dem öffentlichen Leben herausgehalten. Dies habe er sowohl von den Reiseleitungen vor Ort als auch von Kunden gehört. „Ein Kunde meinte nach dem Urlaub, dass er in Frankenberg mehr Flüchtlinge in der Öffentlichkeit sehe als auf der Insel Kos.“

Auch bei Claudia Zissel-Blank im Tui-Reisebüro in Battenfeld haben verunsicherte Kunden wegen der Flüchtlingsproblematik in Griechenland nachgefragt. „Es gab aber keine Stornierungen.“ Von ihren Kunden habe sie nach dem Urlaub erfahren, dass die örtlichen Hotels „alles gut organisiert“ haben. Auch auf der von Flüchtlingen besonders betroffenen Insel Kos „lief das super“.

Wo die Waldeck-Frankenberg in diesem Sommer noch Urlaub gemacht haben, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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