Vertrag liegt vor: Förderverein plant Kneipe im DGH Röddenau

Weg ist frei: Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erhielten Busso Herlemann (links) und Andreas Naumann (rechts) den Auftrag, die Verträge für die neue Dorfkneipe in Röddenau abzuschließen. Der Frankenberger Gerd Sturm ist für die Einrichtung der Kneipe zuständig. Foto:  mjx

Röddenau. Nach bald zweijähriger Abstinenz soll in Röddenau wieder ein Kneipenleben entstehen: eine Dorfkneipe im Dorfgemeinschaftshaus.

Den entscheidenden Beschluss fassten die Mitglieder des noch jungen Fördervereins der Dorfgemeinschaft Röddenau während einer außerordentlichen Versammlung.

Einhellig beauftragten die Mitglieder den Vorstand des Fördervereins mit seinen Vorsitzenden Jens Bornscheuer und Busso Herlemann, die entsprechenden Verträge abzuschließen - vor allem den unterschriftsreifen Mietvertrag mit der Stadt und den Darlehensvertrag mit der Krombacher Brauerei. Die Finanzierung des Projekts „Dorfkneipe“ im 1700-Seelen-Dorf ist damit sichergestellt:

Wie berichtet, wurde die „Kegelschänke“ im Dorfgemeinschaftshaus in Röddenau schon Ende 2014 geschlossen, seitdem gibt es in Röddenau keine Gastronomie mehr. Die neue Dorfkneipe soll künftig von 40 bis 50 freiwilligen Helfern betrieben werden, eventuelle Gewinne sollen die Röddenauer Vereine und Institutionen erhalten.

Für Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, eine neue Küche und eine neue Einrichtung müssen insgesamt rund 150.000 Euro investiert werden. Dieser Betrag kommt nun durch einen Zuschuss aus dem Leaderprogramm in Höhe von 75.000 Euro, einem Brauereidarlehen in Höhe von 40.000 Euro, aus Genussrechtsanteilen in Höhe von 20.000 Euro sowie durch Spenden oder einen noch aufzunehmenden Kredit in Höhe von 15.000 Euro zusammen. „Der Förderbescheid aus dem Leaderprogramm soll in den nächsten Wochen übergeben werden“, berichtete Vorstandsmitglied Andreas Naumann: „Und natürlich hoffen wir noch auf Spenden.“

Sobald der Förderbescheid vorliegt, soll mit den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen begonnen werden, teilte Busso Herlemann mit: „Wir hoffen, dass wir im kommenden Juni soweit sind, dass die Dorfkneipe eröffnet werden kann.“ Im Zuge der Sanierung solle auch ein „hochwertiger Vereinsraum“ entstehen, die 30 Jahre alte Kegelbahn sei „wegen des Kostenrisikos“ nicht Gegenstand des Mietvertrages: „Wer kegelt und Durst hat, kann die Kneipe aber natürlich gerne nutzen.“

Der Pachtvertrag für die Kneipe beginne zwar schon zum 1. Oktober dieses Jahres, der erste Pachtzins in Höhe von monatlich 100 Euro sei aber erst mit der Inbetriebnahme fällig, spätestens aber zum 1. Juni 2017, teilte Kassenwart Andreas Naumann mit: „Wir sind nur für die Einrichtung zuständig, die Stadt Frankenberg trägt die Kosten für die Gebäudesubstanz.“ Und Busso Herlemann hofft, „dass uns die örtlichen Vereine bei der Dorfkneipe kräftig unterstützen werden“. (mjx)

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