Vertreter des Bundesamtes für Migration sprach über Schicksal von Asylbewerbern

Vortrag: Über Hintergründe und Folgen der Flucht referierte Dr. Thomas Weyrauch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bei einer Veranstaltung des Landkreises in Frankenberg. Foto: nh

Frankenberg. Über Hintergründe und Folgen der Flucht referierte kürzlich Dr. Thomas Weyrauch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Zuge einer Veranstaltung des Landkreises in Frankenberg. 35 Interessierte hatten sich in der Hans-Viessmann-Schule eingefunden, um sich zu informieren und Auskunft aus erster Hand von einem Fachmann zu erhalten.

Warum gibt es so viele Flüchtlinge? Was treibt die Menschen zur Flucht an und was passiert mit den Flüchtlingen nach der Ankunft in Deutschland? Um diese und weitere Fragen zu beantworten und mit den Anwesenden darüber diskutieren zu können, gab Dr. Weyrauch zunächst einen Überblick des geschichtlichen Hintergrunds. Er legte einige Zahlen und Fakten zum Thema dar und erläuterte die Zusammenhänge der Flucht, die sich meist über viele Monate und durch Krisen- und Kriegsgebiete zieht.

Im Jahr 2014 wurden insgesamt 173 072 Asyl-Erstanträge in Deutschland gestellt – mit Syrien, bedingt durch Kriegshandlungen dort, als Hauptherkunftsland (39 332 Erstanträge).

Als Prognose für 2015 nannte der Referent eine Zunahme auf 400 000 Erst- und 50 000 Folgeanträge. Flüchtlinge aus Staaten, in denen die Situation besonders angespannt ist, wie Syrien, Irak oder Eritrea haben laut Dr. Weyrauch eine gute Bleibeperspektive in Deutschland. Bei Menschen aus relativ sicheren Herkunftsländern wie Serbien, Mazedonien oder Bosnien fällt die Schutzquote dagegen geringer aus.

„Bei der Betreuung von Flüchtlingen leisten zahlreiche ehrenamtliche Initiativen in Waldeck-Frankenberg eine unverzichtbare Hilfe, die wir sehr schätzen“, sagt Tanja Müller von der Schnittstelle für Flüchtlingsfragen beim Landkreis. „Auch Information und Austausch spielen dabei eine große Rolle. Daher freuen wir uns, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind.“

Service: Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des Landkreises Waldeck-Frankenberg (www.landkreis-waldeck- frankenberg.de) unter der Rubrik „Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit“. (nh/dau)

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