Vogelzählung entlang der Eder: 17 Eisvögel registriert

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Gutes Ergebnis: Bei der Edervogelzählung am 27. Dezember von Beddelhausen bis Asel/Süd wurden 17 Eisvögel gesichtet.

Waldeck-Frankenberg. Kaum war die Weihnachtsgans verdaut, da waren am 27. Dezember wieder 33 NABU-Mitglieder und Naturfreunde entlang der Eder von Beddelhausen an der Landesgrenze zu Nordrhein/Westfalen bis Asel/Süd am Edersee unterwegs, um die dort beobachteten Vogelarten aufzulisten.

Weitere Erfasser waren ab 9 Uhr entlang der unteren Eder von der Edertalsperre bis zur Mündung in die Fulda bei Edermünde-Grifte bei Temperaturen von minus 1,5 bis plus 10 Grad Celsius unterwegs. Die Zählaktion läuft schon seit 20 Jahren. Die zweite Edervogelzählung in diesem Winter findet am Sonntag, 7. Februar, statt.

Die in Deutschland wohl einmalige, lückenlose Aufnahme von Vogeldaten entlang eines Flusses im Winter hat zum Ziel, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen, langfristig Veränderungen in der Vogelwelt und damit in der Natur zu erfassen und Tendenzen aufzuspüren, um auch Datenmaterial zur Begründung von Naturschutzmaßnahmen zu sammeln.

Die gesamte Strecke von Beddelhausen bis zur Edermündung ist in Abschnitte aufgeteilt, in denen ein bis zehn Beobachter unterwegs waren. Alle Daten werden zentral erfasst und schließlich ausgewertet. Die Ergebnisse werden jeweils in den „Vogelkundlichen Heften Edertal” veröffentlicht, gehen aber auch in die überregionale avifaunistische Literatur ein.

Es gibt Ederabschnitte, die artenreich mit bis zu 43 Vogelarten und 460 gezählten Vögeln waren, wie der zwischen Frankenberg und Viermünden, aber auch einen artenarmen Abschnitt zwischen Röddenau und Frankenberg, wo nur 20 Vogelarten und nur 207 Vögel gezählt werden konnten. In allen Abschnitten, einschließlich Herzhausen bis Asel/Süd, wurde der Eisvogel gesehen – einmal gleich sieben Stück in einem Abschnitt. Nur im Bereich Röddenau-Frankenberg, wo fünf Brücken die Eder überqueren, ließ sich der fliegende Edelstein nicht sehen.

Die Anzahl der Stockenten war mit 1325 Stück allein an der oberen Eder und dem Edersee bis Asel/Süd wieder recht hoch. Bergpieper sind seit 20 Jahren immer nur bei Herzhausen zu beobachten. Erlenzeisige, die früher in großer Zahl in den Erlen entlang der Eder anzutreffen waren, sind selten geworden.

Für Schwanzmeisen scheint 2015 ein gutes Brutjahr gewesen zu sein, denn es wurden in vier Abschnitten 39 Vögel gezählt. Eine Besonderheit wurde bei Frankenberg beobachtet. Dort hält sich seit einiger Zeit im Bereich der ehemaligen Badeanstalt eine Kanadagans auf, die sich offenbar unzertrennlich in eine fast weiße Graugans verliebt hat. (zqa)

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