Volkstänzer wünschen sich Festival Europeade 2019 in Frankenberg

Im Festzug: Die Landjugend Geismar hatte viel Spaß in Schweden. Foto:  Seumer

Frankenberg/Helsingborg. Findet Europas größtes Folklore-Festival Europeade 2019 in Frankenberg statt? Diesen Wunsch haben die Landjugendgruppen aus dem Frankenberger Land nach ihrer Teilnahme an der Europeade in Helsingborg geäußert.

100 Volkstänzer aus den Landjugendgruppen Geismar, Haubern und Laisa haben in Schweden getanzt und mit 6000 Volkstänzern, Sängern und Musikern aus ganz Europa gefeiert. Und am Rande kam der Wunsch auf, dass die Europeade 2019 in Frankenberg stattfindet - wie schon 1994. In Helsingborg haben sie bereits darüber gesprochen und ihren Wunsch auch dem Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß mitgeteilt, der gleichzeitig Präsident des deutschen Europeade-Komitees ist.

2019 würde passen - dann feiert Frankenberg seine 775-Jahr-Feier. 25 Jahre zuvor, 1994, war die Stadt schon einmal Gastgeber des Festivals. 2005 hatte Frankenberg die geplante Ausrichtung aus finanziellen Gründen abgesagt, Quimper in Frankreich sprang als Ersatzort ein.

„Wir würden uns freuen, wenn wir Gastgeber für die Gruppen aus ganz Europa sein könnten“, erklärte Julian Graß, Vorsitzender der Geismarer Landjugend. „Wir würden eine Europeade in Frankenberg sehr begrüßen und unterstützen“, sagte auch Carolin Schmidtmann, Vorsitzende der Hauberner. „Es wäre ein tolles Event für die Stadt und die Region.“

Bastian Belz, Vorsitzender der Trachtengruppe Laisa, befürwortet die Idee für 2019 ebenfalls, seine Gruppe würde gerne helfen. „Es geht nur, wenn die Bevölkerung dahintersteht“, sagt Belz. Dessen ist sich Carolin Schmidtmann sicher: „Volkstanz, Kultur und Trachtenpflege werden im Frankenberger Land von vielen Gruppen gepflegt und gelebt. Die Europeade kann ein großes Volksfest für Frankenberg werden.“

Und was sagt Bürgermeister Rüdiger Heß zu der Idee? „In Helsingborg konnten wir wieder die Stimmung Europas mit ihren Menschen aus unterschiedlichen Regionen erfahren. Mit Ihren Trachten, ihrer Musik und ihren Tänzen haben wir unser Europa der Herzen erfahren. Dieses schöne Festival der kulturellen Unterschiede wäre auch wieder ein Gewinn für das positive Image von Frankenberg.“

Die Stadt Frankenberg war als ehemaliger Ausrichter und als Familienstadt mit einem Stand im Europeade-Forum vertreten. Evelin Jacobs (Familienbüro), Silvia Henk (Ederbergland-Touristik) und Siegfried Franke (Region Burgwald-Ederbergland) gaben Tausende Broschüren über die Stadt aus.

Der Präsident des internationalen Europeade-Komitees Armand de Winter übergab die Europeade-Fahne nach den fünf Tagen feierlich an die Vertreterin der Stadt Namur in Belgien, die vom 20. bis 24. Juli 2016 die 53. Europeade ausrichtet. 2017 geht’s nach Turku in Finnland. Für 2018 hat sich eine Stadt aus Portugal beworben. Und vielleicht wird Frankenberg danach wieder Austragungsort des größten europäischen Folklore-Festivals. (sr/zpd)

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