Von Feuerwehr zu Feuerwehr

Wehren im Frankenberger Land radeln mit bei Spenden-Staffel für die Flutopfer

An der Spendenaktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“ beteiligen sich auch heimische Feuerwehren. In Frankenberg übergab am Montagmittag Frankenaus stellvertretender Stadtbrandinspektor Christian Müller (vorne links) den Staffelstab an Frankenbergs stellvertretenden Wehrführer Philipp Windisch. Im Hintergrund: Die Radler der beiden Wehren.
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An der Spendenaktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“ beteiligen sich auch heimische Feuerwehren. In Frankenberg übergab am Montagmittag Frankenaus stellvertretender Stadtbrandinspektor Christian Müller (vorne links) den Staffelstab an Frankenbergs stellvertretenden Wehrführer Philipp Windisch. Im Hintergrund: Die Radler der beiden Wehren.

Auch Feuerwehren aus dem Frankenberger Land beteiligen sich an einer Spenden-Staffel für die Flutopfer und bringen den Staffelstab mit dem Rad von einer Wehr zur anderen.

Frankenberg – „Nordhessen radelt für die Flutopfer“ – unter dieser Überschrift sind in diesen Tagen überall in der Region Feuerwehrleute unterwegs, um in der Bevölkerung Spenden für die Flutopfer der Unwetterkatastrophe vom 14. und 15. Juli in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu sammeln. In dieser Woche ist der Staffelstab auch durch das Frankenberger Land gekommen.

„Das ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe. Wir tragen gerne unseren Teil dazu bei, für den Wiederaufbau zu helfen. Eine gemeinsame Aktion ist besser, als wenn jede Wehr einzeln etwas macht“, sagen Frankenaus stellvertretender Stadtbrandinspektor Christian Müller und Frankenbergs stellvertretender Wehrführer Philipp Windisch.

Das Besondere an der Aktion: Die Einsatzkräfte radeln von Kommune zu Kommune und übergeben den Staffelstab jeweils an die nächste Feuerwehr. Unterwegs werden in den Städten und Gemeinden Informationen zur Aktion und die Nummer des Sonderkontos an die Bevölkerung verteilt und bei den Menschen auch bereits Geldbeträge eingesammelt. „In der Bevölkerung gibt es von allen Seiten großes Lob für die Aktion“, berichtet Müller. Wie zu hören ist, wollen sich auch Städte und Gemeinden mit Geldbeträgen an der Spendenaktion beteiligen.

Montagmittag trafen sieben Kameraden der Frankenauer Wehr am Katastrophenschutzzentrum in Frankenberg ein – sie hatten den Staffelstab am Sonntag von der Vöhler Feuerwehr übernommen. Am Frankenberger Feuerwehrstützpunkt übergab Christian Müller den Staffelstab an Philipp Windisch. Am Abend, so der Plan, fahren die Frankenberger mit Fahrrädern und E-Bikes und mit dem Staffelstab im Gepäck weiter nach Burgwald – dort werden sie von den örtlichen Feuerwehrkameraden um Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell empfangen. Von Burgwald reist der Staffelstab dann weiter nach Rosenthal.

Die Spendenaktion für die Flutopfer hatte schon in der vergangenen Woche die Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen gestartet – vom Marktplatz in Wolfhagen aus schickte sie gleichzeitig gleich mehrere Staffelstäbe mit unzähligen Feuerwehr-Radlern zum Sammeln der Spenden hinaus in alle Himmelsrichtungen. So kam die Aktion auch in den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Der Staffelstab enthält jeweils Flugblätter mit Informationen zur Aktion und die Nummer des Sonderkontos.

Wie der Förderverein der Feuerwehr Wolfhagen berichtet, sollen die gesammelten Spenden nach den Aufräumarbeiten konkret für den Wiederaufbau eines bestimmten Ortes, der noch ausgewählt werden soll, in dem betroffenen Hochwassergebiet zu Verfügung gestellt werden.

Das Geld soll zu 100 Prozent in den nächsten Wochen durch eine Abordnung vor Ort übergeben werden. „Damit soll den betroffenen Menschen zielgerichtet geholfen werden“, heißt es von der Feuerwehr Wolfhagen. Von Gerhard Meiser

Spendenkonto

Inhaber: Förderverein der Feuerwehr Stadt Wolfhagen; IBAN DE14 5205 0353 0011 8479 48; Verwendungszweck: Hochwasser 2021. Als Spendenbescheinigung reicht bis 200 Euro der Überweisungsbeleg, bei höheren Beträgen sollte die Anschrift im Verwendungszweck vermerkt werden.

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